XXL-Spaß im Heimkino
Toshiba 55 SV 685 D: 55-Zoll-Edelfernseher im Test
Mit einer Bildschirmdiagonale von 140 Zentimetern sprengt er gerne das eine oder andere Wohnzimmer, der Toshiba 55 SV 685 D. Dementsprechend groß ist auch sein Preis: 3.500 Euro. Wie gut, dass es das Internet und seine Elektronikhändler gibt, denn dort kann man den 55-Zöller bereits für knapp 2.000 Euro abstauben.

Inhaltsverzeichnis
- 1Technik, Ausstattung und Bedienung
- 2Bildqualität bei Standardsignalen
- 3HDTV-Bildqualität
- 4Fazit: Ein echtes Schnäppchen
Technik, Ausstattung und Bedienung
Der hohe Preis erklärt sich auch durch die aufwendige Displaybeleuchtung mit separat angesteuerten Zonen, was auch als Local Dimming bezeichnet wird. Die Technik erhöht nicht nur den Kontrast, sondern hilft auch noch beim Stromsparen. Der integrierte Tuner kann analoges Kabel, DVB-C und DVB-T empfangen, für DVB-S hat es leider nicht gereicht. Dafür gibt es zahlreiche Bildregler – von Farbbalance über Gamma und Farbmanagement bis hin zur Stärke des Lichtsensors. Auch ein Netzwerkeingang ist an Bord, über ihn kann man Musik, Fotos und Videos von einem kompatiblen Server abspielen. USB- und SD-Speicherkarten-Eingang ermöglichen hingegen nur die Anzeige von Fotos. Bemerkenswert findet netzwelt den Subwoofer-Ausgang, der eine ausgesprochene Toshiba-Spezialität ist.


Licht und Schatten herrscht bei der Hochglanz-Frontscheibe: Einerseits verleiht sie dem Bild deutlich mehr Brillanz, andererseits verursacht Gegenlicht starke Spiegelungen, die nerven können. Das Menü sieht gut aus und wirkt übersichtlich und gut strukturiert, als Schwachpunkt entpuppte sich jedoch die DVB-C-Senderliste, die weder das Ausblenden von Pay-TV-Sendern noch eine alphabetische Sortierung oder die Auswahl von Favoriten erlaubt. Die indirekt abstrahlenden Boxen mit Audyssey- und Dolby-Volume-Klangentzerrung tendieren zu leichten Verfärbungen, klingen insgesamt aber angenehm.

Bildqualität bei Standardsignalen
Im „Film“-Modus gelingen die glaubwürdigsten Farben mit einer natürlichen Schärfe. Am digitalen Fernsehbild gibt es nichts auszusetzen, es zeigt auch feinste Details und rauscht kaum. Auch das analoge TV-Bild wirkt ehrlich, wenn man den Rauschfilter deaktiviert. Negativ fällt auf, dass die Zoom-Formate „Kino“ und „14:9“ um acht Prozent zu breit ausfallen, wodurch vor allem Gesichter unnatürlich aussehen. Auch die Qualität über Scart-RGB und HDMI-576i/p ist nicht optimal, hier treten leichte Unschärfen auf. Deshalb empfiehlt netzwelt, das Material bereits vom Zuspieler hochskalieren zu lassen, dann treten diese Probleme gar nicht erst auf. Dank seiner Strahlkraft von maximal 300 Candela pro Quadtratmeter eignet sich der 55-Zöller auch für sehr helle Räume, dumm nur, dass er dann bei hellen Bildern gleich mal fast 300 Watt verbraucht. Immerhin reichen ihm bei dunklen Bildern gut 100 Watt aus, da er über eine intelligente Hintergrundbeleuchtung verfügt.

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