Mit Ambilight und Local Dimming: Philips 52 PFL 9704 im Test

Bildqualität bei Standardsignalen

Als beste Voreinstellung eignet sich eindeutig „Kino“, weil hier – bis auf eine dezente Kontrastspreizung – alle Schaltungen deaktiviert sind. Das analoge Fernsehbild rauscht dann zwar ein bisschen, wirkt dafür aber – abgesehen von etwas zu rosigen Hauttönen – sehr realistisch und ehrlich. Das digitale Fernsehbild zeigt im Vergleich weniger Rauschen und mehr Details, aber das letzte Fünkchen Feinzeichnung fehlt auch hier. Bei Verbindungen über Scart wirkt das Bild zwar etwas zu weich, dafür tritt bei Kameraschwenks kaum Zeilenflimmern auf. Echte Probleme entstehen erst im Duett mit HDTV-Satreceivern ohne Formatumschaltung, denn auf HD-Format skalierte 4:3-Sendungen erscheinen nur im „PC-Mode“ im richtigen Bildformat. Wählt man diese Einstellung, lässt sich dummerweise die neue Bewegungsschärfeschaltung „Perfect Natural Motion“, auch PNM genannt, nicht nutzen. Mit dieser verschmieren schnelle TV-Motive nicht. Auch bei Filmen greift die Schaltung auf Wunsch ein – allerdings mit dem Nachteil, dass die Bewegungen dann zu flüssig geraten. Bei Filmen lautet die netzwelt-Empfehlung, die PNM-Schaltung lieber auszuschalten, da bei diesen ohnehin kaum Nachzieheffekte auftreten. Die besten Ergebnisse bei der Bewegungsschärfe erzielten die Testredakteure, als der Kontrastregler auf 75 stand.

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Bildqualität bei hochauflösenden Signalen

Bei der Wiedergabe von Blu-rays ruft der 52-Zöller alles ab, was er kann: Der Will-Smith-Hit „I, Robot“ sieht wahnsinnig scharf aus. Das gilt auch für die Spitzlichter und das nahezu perfekte Schwarz. Mit Freude begutachtet netzwelt die dunklen Anfangssequenzen des Films, die dennoch eine hohe Bildtiefe und Plastizität aufweisen. Dunkle Details werden nicht ignoriert, sondern fein sauber herausgearbeitet. Was den Kontrast betrifft, übertrumpft der 52 PFL 9704 sogar die netzwelt-Referenz, den leider nicht mehr erhältlichen Pioneer-Plasma KRP-500. Als neue Bildreferenz entpuppt er sich dennoch nicht, weil er an anderen Stellen Schwächen zeigt. Denn der überragende Kontrast wird mit Nebenwirkungen erkauft: Im Intro von „Casino Royale“ muss die Redaktion wabernde Farbflecken und Lichthöfe beobachten, sobald helle Objekte vor dunklen Hintergründen erscheinen. Leider verstärkt sich der Effekt bei seitlicher Betrachtung sogar noch. Bei aktivem Local Dimming und hellen Details vor dunklem Hintergrund fällt zudem auf, dass die Zähne und Augen von Will Smith gerne mal bläulich-türkise Einfärbungen zeigen, und auch Hauttöne wirken oft zu rosastichig. Und bei Schwarz-Weiß-Blu-rays wie „Casablanca“ tauchen am linken und rechten Bildrand streifenförmige violette Einfärbungen auf, die dort nichts zu suchen haben.

Fazit: Ein extravaganter Riesenfernseher

Schwarz wie die Nacht – der Kontrast haut die Testredakteure fast um, so genial sieht das aus. In dieser Hinsicht ist der Philips 52 PFL 9704 eine Attraktion für jedes Heimkino. Abzüge gibt es jedoch bei der Farbtreue und für die Nebenwirkungen der Local-Dimming-Technologie, die jedoch nicht darüber hinwegtäuschen sollen, dass wir es hier mit einem außergewöhnlichen Fernseher zu tun haben, den man im Internet für rund 2.700 Euro bestellen kann.