Willkommener Eroberer

Im Test: Commander: Conquest of the Americas

Segel setzen und ab in die Neue Welt! In "Commander: Conquest of the Americas" schickt Nitro Games geneigte PC-Strategen über den großen Teich, damit diese im 16. Jahrhundert bei der Kolonialisierung des amerikanischen Kontinents ihr Glück versuchen können. Spielerisches Neuland wird dabei nicht betreten, aber die gelungene Kombination aus Aufbaustrategie und taktisch fordernden Seegefechten kann dennoch begeistern.

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Im Test: Commander: Conquest of the Americas - Siedeln, segeln, siegen: In "Commander: Conquest of the Americas" werden PC-Kapitäne über den großen Teich geschickt. (Bild: Paradox)
Siedeln, segeln, siegen: In "Commander: Conquest of the Americas" werden PC-Kapitäne über den großen Teich geschickt. (Bild: Paradox)

Auf zu neuen Ufern geht es in der Welt der Computerspiele immer wieder. "Civilization"-Vater Sid Meier besiedelte vor 16 Jahren in "Colonization" Amerika, Ascaron tat es ihm 2002 in "Port Royale" gleich. Nun stechen die Finnen von Nitro Games erneut in See, um ihre Interpretation der Eroberung der Neuen Welt mit zeitgemäßen Mitteln in Szene zu setzen.

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Der Spieler entscheidet sich für eine von sechs europäischen Nationen, überquert mit seinem stolzen Segler den Atlantik und erkundet die amerikanische Ostküste von der Hudson Bay bis zur Karibik, um ein rohstoffreiches Plätzchen für eine Siedlung zu finden. Anschließend gilt es, Auswanderer aus der alten Heimat nachzuholen und in der frisch gegründeten Kolonie heimisch zu machen. Sie kümmern sich um die Verarbeitung der Rohstoffe, produzieren beispielsweise Rum aus Zuckerrohr und knüpfen mit der Zeit ein immer komplexeres Handelsnetz mit benachbarten Kolonien oder den fernen europäischen Nationen. Je mehr die Wirtschaft floriert, desto üppiger wächst auch die Kolonie heran, weitere Siedler kommen hinzu und mehren den Ruhm und Reichtum des gewieften Spieler-Commanders.

Wo territoriale und wirtschaftliche Interessen aufeinanderprallen, bleiben militärische Auseinandersetzungen nicht aus. Diese werden in "Commander: Conquest of the Americas" ausschließlich zur See ausgetragen. Der Spieler hat dabei umfassende taktische Möglichkeiten: Er kann die Flotte des Gegners einkreisen, mit Kettenmunition Segel und Masten zerstören, die lädierten Kähne entern oder mit Kanonenkugeln vollends versenken. Wird die Situation doch zu brenzlig, hilft vielleicht noch die Flucht, oder man ergibt sich dem Feind, um das blanke Leben zu retten. Besonders interessant: Schiffe lassen sich im Echtzeitstrategie- oder direkt im Kommando-Modus steuern.

Über die rein militärischen Aktionen hinaus bieten einfache diplomatische Optionen Möglichkeiten, Macht und Einflussbereich abzusichern und auszubauen. Wer es hier schafft, unterlegene Kontrahenten zu unentgeltlichen Rohstofflieferungen zu zwingen, hat ein weiteres wirtschaftliches Ass im Ärmel. Der Clou: Als Spieler arbeitet man in "Commander: Conquest of the Americas" nicht stur Missionsaufgaben ab, sondern hat relativ freie Hand. Vier Berater stehen einem mit ihren Tipps zur Seite und sorgen dafür, dass man sich nicht völlig planlos in die Eroberung Amerikas stürzt. Wer die Berater allerdings konsequent ignoriert, wird irgendwann ihren Zorn zu spüren bekommen und aus dem Amt gejagt.


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