Entwicklung des Frauenhofer Institut könnte Hörgeräte zeitweise überflüssig machen

Algorithmen für die Ohren: Software soll Schwerhörigen beim Telefonieren helfen

Algorithmen für die Ohren: Software soll Schwerhörigen beim Telefonieren helfen Die Qualität von Telefonaten ist im Zeitalter von "Voice over IP"- und Mobilfunktelefonie nicht immer gut. Störgeräusche erschweren das Gespräch, so dass es ein gutes Gehör braucht, um alles zu verstehen. 13 Millionen Menschen in Deutschland haben dies laut dem Deutschen Schwerhörigenbundes nicht. Für Sie haben Forscher des Fraunhofer-Institutes nun eine Software entwickelt, die integriert in Telefone oder andere Geräte Hörverluste teilweise kompensiert.

Die Algorithmen für ein besseres Hören können in nahezu alle elektronischen Geräte integriert werden, auch in ein iPhone. (Bild: Fraunhofer IDMT)
Die Algorithmen für ein besseres Hören können in nahezu alle elektronischen Geräte integriert werden, auch in ein iPhone. (Bild: Fraunhofer IDMT)
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Dazu verwendet das Programm Algorithmen, die auch in Hörgeräten zum Einsatz kommen. "Angepasst an den einzelnen Benutzer werden leise Signale verstärkt, laute Signale bleiben jedoch unverändert, da sie sonst als unangenehm laut empfunden würden", erklärt Stefan Goetze vom Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg. Zusätzlich erkennt das System das Hintergrundrauschen und reduziert es auf ein Minimum, weshalb die Software auch für normal hörende Personen nützlich ist, zum Beispiel bei Telefonaten in lauter Umgebung.

Persönliche Konfiguration nötig

Die Algorithmen lassen sich in alle Audiogeräte integrieren. Als Testgeräte kamen bislang zum Einsatz ein ipod Touch, eine Telefonanlage, ein Videokonferenzsystem sowie einen Fernseher. "Erste Produkte können in zwei Jahren erhältlich sein", sagt Goetze. "Wenn unsere Technologie erst einmal in Consumergeräte eingebaut ist, sind Betroffene nicht mehr permanent auf ihr Hörgerät angewiesen." Allerdings muss die Software individuell auf jeden Nutzer eingestellt werden. Hier arbeiten die Forscher gerate an einfachen Lösungen, so dass auch Senioren die Einstellungen ohne fremde Hilfe vornehmen können.

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