Neue Fabrik in Zentral-China eröffnet
Foxconn: Umstrittener Apple-Zulieferer eröffnet neue Fabrik
Der umstrittene chinesische Elektronikzulieferer Foxconn hat in der zentralchinesischen Provinz Henan eine neue Fabrik eröffnet. Das Werk nahm am Montag seine Produktion auf und soll ab 2011 rund 200.000 Mobiltelefone pro Tag herstellen. Die rund 200.000 Arbeiter werden am Fließband vor allem Apples iPhone zusammenbauen, berichtet die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
Foxconn war zuletzt hinsichtlich des Umganges mit seinen Mitarbeitern in die Kritik geraten. Immer wieder gab es Klagen über schlechte Arbeitsbedingungen und hohen psychologischen Druck auf die Mitarbeiter. 2009 brachte sich zum Beispiel ein Foxconn-Ingenieur um, da er einen Prototypen von Apples iPhone 4 verlor. Seit Jahresbeginn 2010 nahmen sich zehn Foxconn-Mitarbeiter das Leben.
Bessere Arbeitsbedingungen in Heran
Im neuen Werk werde deshalb Wert auf gute Arbeitsbedingungen gelegt. So haben die Arbeiter laut Xinhua Zugang zu Sportplätzen, Fitnessräumen sowie TV- und Lesessälen. Weiterhin setzt Foxconn auf die Heimatverbundenheit seiner Mitarbeiter. Neun von zehn Arbeitern kämen aus der Region Hernan und hätten zuvor für Foxconn in der entfernten südchinesische Provinz Shenzen gearbeitet. Nun seien sie wieder in der Heimat. "Ich habe gerne in Shenzhen gelebt und gearbeitet, aber Hernan ist meine Heimatstadt", sagte Foxconn-Mitarbeiter Peng Jinglon der Agentur.
Die Aussagen von Foxconn, die überwiegende Zahl der Mitarbeiter stamme aus der Region, deckt sich mit einem im Juni kolportierten Gerücht das 100.000 Berufsschüler aus der Gegend Hernan zur Arbeit bei Foxconn gezwungen würden, um sie bereits für die Arbeit im neuen Werk anzulernen.


Seit Jahresbeginn haben sich bei dem chinesischen Elektronikgerätehersteller Foxconn zehn Mitarbeiter umgebracht. Menschenrechtsorganisationen machen die Arbeitsbedingungen beim Zulieferer dafür verantwortlich.
Chinesische Berufsschüler werden offenbar zu einem Praktikum in den Fabrikhallen von Foxconn gezwungen, sonst erhalten sie kein Abschlusszeugnis. Der Elektronikzulieferer erregte zuvor Aufsehen wegen einer Selbstmordserie seiner Mitarbeiter.
Wieder sorgt ein Selbstmordfall beim Elektrozulieferer Foxconn für Aufsehen. Das Unternehmen steht seit längeren wegen miserabler Arbeitsbedingungen in der Kritik. Nach zehn Selbstmorden im vergangenen Jahr, nahm sich nun eine 25-jährige Ingenieurin das Leben.
Roboter statt Menschen: Innerhalb von drei Jahren werden bei Foxconn insgesamt eine Million Roboter "eingestellt" und einige Mitarbeiter ersetzen. Dies teilte Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender Terry Gou seinen Angestellten mit.
Foxconn-Mitarbeiter sollen künftig bis zu 25 Prozent mehr verdienen. Auch die Überstunden sollen reduziert werden. Dies könnte eine Reaktion auf die verstärkten Kontrollen durch Apple sein.
Brasilianische Foxconn-Mitarbeiter drohen mit Streik. Sie haben der Firmenleitung zehn Tage Zeit gegeben, die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Bussen zu verbessern.
Apple und Foxconn wollen die Startkosten für verbesserte Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken untereinander aufteilen. Noch ist unklar, wer welchen Anteil übernimmt.




