Das Arbeitsleben flexibilisiert sich enorm
Kommentar: Computer als Freizeitkiller
Es tut sich was in der Arbeitswelt. Die Veränderungen im Gefolge von Globalisierung und Wirtschaftskrisen sind schon vielfach beschrieben worden. Der Leistungsdruck auf Mitarbeiter ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Gleichzeitig ist deren Unsicherheit gestiegen, zumal viele Unternehmen nur noch Zeitverträge abschließen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Hausfriedensbruch in sozialen Netzwerken
- 2IT-Technik zerstört die Freizeit
- 3Der große Schlamassel
- 4Chancen für Mitarbeiter
Die Rolle der Computertechnik in der Arbeitswelt ist eine tragende, aber nicht immer eine rühmliche. Seit Jahren häufen sich die Studien, dass Manager auch nach Feierabend oder sogar im Urlaub ihre E-Mails lesen. Viele Arbeitnehmer nutzen ihr privates Handy für berufliche Zwecke. Selbst schuld, muss man fast sagen.
Hausfriedensbruch in sozialen Netzwerken
Und dann ist da noch die Geschichte mit den sozialen Netzwerken. Die meisten Unternehmen wollen unbedingt bei Facebook und Co. präsent sein. Sie wildern damit in einem Bereich, der ursprünglich für Freundschaft und Freizeit gedacht war. Das ist fast so eine Art Hausfriedensbruch. Dadurch werden auch private Facebook-Profile korrumpiert. Zum Beispiel dann, wenn Leute ihr Profil für das Auge von Personalchefs auffrisieren.
IT-Technik zerstört die Freizeit
Beruf und Freizeit verschmelzen derzeit in rasantem Tempo. Auch wenn einzelne Unternehmen wie die Telekom bewusst dagegenhalten, indem sie ihre Mitarbeiter auffordern, nach Feierabend keine beruflichen Mails mehr zu lesen, ist die Entwicklung doch kaum mehr aufzuhalten.
Möglich gemacht wird sie erst durch die IT-Technik. Denn in Beruf und Freizeit werden zunehmend die gleichen Geräte und die gleiche Software genutzt. Nur deshalb ist es möglich, dass man im Urlaub mal schnell seine Firmen-Mails abruft. Oder zuhause eine Excel-Tabelle fertigstellt, für die tagsüber im Büro keine Zeit war. Und weil das Internet eine universale Plattform für alles und jedes ist, haben Firmen auch überhaupt kein Problem, auf Internet-Seiten wie Facebook zuzugreifen, die eigentlich dem Privatleben vorbehalten sein sollte.
Rein aus Sicht der Produktivität ist diese Entwicklung sehr vorteilhaft, weil das Arbeitsleben sich enorm flexibilisiert und damit die Zeit besser genutzt wird.

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