Sicherheitsexperten untersuchen 300.000 Smartphone-Applikationen auf Schnüffel-Code
Vorsicht beim Download: Zahlreiche Apps spionieren Smartphone-Nutzer aus
Die Sicherheitsfirma Lookout hat mit einer umfassenden Studie zur Sicherheit von Smartphone-Applikationen begonnen. Die Experten wollen rund 300.000 Programme daraufhin untersuchen, welche Daten sie auslesen und ob sie diese an Dritte weitergeben. Erste Ergebnisse zeigen: Die kleinen Programme haben allerlei Zugriff auf für Werbung und Marketing relevante Nutzerdaten.
So hat etwa jede dritte Applikation aus Apples AppStore beziehungsweise aus Googles Android Market Zugang zu standortbezogenen Daten und noch rund zehn Prozent der Applikation (iPhone: 14 Prozent, Android-Smartphones: 8 Prozent) greifen auf die Kontaktdaten der Nutzer zu. Dies ist in sofern bedenklich, da 47 Prozent der Apps aus dem Android Market und noch 23 Prozent der Applikationen fürs iPhone Fremdcode enthalten. Dieser dient meist der Analyse des Nutzerverhaltens und Steuerung entsprechender mobiler Werbung.
Bewusstsein für Sicherheitsrisiken wecken
Mit ihrem Projekt wollen die beiden Firmengründer John Hering und Kevin Mahaffey das Bewusstsein für mögliche Sicherheitsrisiken von Smartphone-Software auf Seiten der Nutzer schärfen. Schließlich sind mittlerweile auf einem durchschnittlichen Smartphone in den USA 22 Apps installiert. 2012 soll die Downloadzahl für Smartphone-Applikationen schätzungsweise auf 50 Milliarden steigen.
Vielen Nutzern ist beim Herunterladen von Apps offenbar nicht bewusst, dass die Programme umfangreiche Zugriffsdaten auf Kontakte, Nachrichten und Standortinformationen haben. So entdeckten die Experten für Mobiltelefon-Sicherheit bei ihrer Analyse eine auf den ersten Blick harmlose Applikation, die nur das Hintergrundbild von Mobiltelefonen auf Android-Basis ändern soll. Heimlich schickt das Programm aber Nutzerdaten an einen Server in China.


Ungeachtet negativer Schlagzeilen zum Freigabeprozess von Apples AppStore können Entwickler von iPhone-Apps mit Apples Online-Geschäft viel Geld verdienen: Apple verkauft nach einer Studie des kalifornischen Unternehmens Admob im AppStore jährlich Programme im Wert von 2,4 Milliarden Dollar. 1,7 Milliarden davon gehen an die Entwickler.
Online-Checks zum Thema Sicherheit gibt es viele. Symantecs Small Business Check-up im Internet ist aber anders konzipiert. Bei "Check-up" geht es nicht darum, ein Netzwerk oder einzelne PCs auf Schwachstellen zu untersuchen. Vielmehr erfahren kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf welchem Stand ihre Datensicherheit sich befindet und wie effizient ihre IT-Ausstattung arbeitet.
Smartphone-Nutzer werden mehr und mehr zu gläsernen Menschen. Der Großteil der Applikationen für die Betriebssysteme sendet nämlich persönliche Daten an die Werbeindustrie - ohne Kenntnisse des Nutzers.
Google will binnen zwei Wochen einen runderneuerten Android-Market präsentieren. Dieser soll vor allem übersichtlicher sein und mehr Informationen zu einzelnen Apps bieten.
Im Android Market gab es über 50 gefälschte Apps, die Schadsoftware enthielten. Google hat die entsprechenden Anwendungen inzwischen aus dem Market entfernt. Mindestens 50.000 Nutzer hatten die Apps aber bereits geladen.
Gefahr auf dem Handy: Der Sicherheitsspezialist Lookout hat 34 Android-Apps identifiziert, die mit Malware verseucht sind. Bis zu 120.000 Nutzer sollen betroffen sein. Google hat die Applikationen mittlerweile aus seinem Online-Verkaufsladen entfernt.
Die Deutsche Telekom investiert in die Sicherheit von Smartphones und Tablet-PCs in ihrem Netz. Künftig sollen Geräte mit Telekom-Branding ab Werk durch die Lookout Security-App geschützt werden.





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insgesamt 2 BeiträgeUnd könnte man diese Apps auch mal beim Namen nennen
Was sagt denn da das Verteidigungsministerium dazu, wenn Daten massenhaft ins Ausland gelangen?