Markt für Browser-Spiele wie Farmville weckt Begehrlichkeiten bei Google und Co.

Browser-Games: Google und Walt Disney kämpfen um Marktanteile

Browser-Games wie Farmville sind ein harmloser Zeitvertreib für Millionen von Mitgliedern in Sozialen Netzwerken wie Facebook. Hinter den Kulissen tobt jedoch ein Kampf um Anteile am florierenden Markt. Google plant dem Wall Street Journal zufolge eine eigene Plattform, während Walt Disney Playdom, ein führendes Entwicklerstudio, für eine halbe Milliarde US-Dollar aufkauft.

Browser-Games wie Farmville erfreuen sich in Sozialen Netzwerken zunehmender Beliebtheit. In Deutschland spielen dem Social Gaming Monitor von Newzoo BV 17 Millionen Nutzer solche Spiele. (Bild: Farmville)
Browser-Games wie Farmville erfreuen sich in Sozialen Netzwerken zunehmender Beliebtheit. In Deutschland spielen dem Social Gaming Monitor von Newzoo BV 17 Millionen Nutzer solche Spiele. (Bild: Farmville)

Mit dem Kauf von Playdom will Disney seine Präsenz in den führenden sozialen Netzwerken Facebook und MySpace verbessern. "Diese Übernahme entspricht unserer Strategie in wachstumstarke Unternehmen zu investieren, die von unseren Charakteren, Geschichten und Marken weiter profitieren und sie in einer kreativen, überzeugenden Art und Weise einer neuen Generation von Fans auf deren bevorzugten Plattform präsentieren können", erklärte Disney-Chef Robert Iger.

Halbe Milliarde US-Dollar für Marktführer

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Der Kauf von Playdom wird für Disney jedoch nicht billig: Die Übernahme wird den Konzern mindestens 536,2 Millionen US-Dollar kosten, abhängig vom Erfolg werden weitere 200 Millionen US-Dollar fällig. Dafür verleibt sich Disney einen der Marktführer im Bereich der Browser-Games ein. Playdome zeichnet sich unter anderem verantwortlich für die Spiele Social City, Sorority Life, Market Street und Bola, mit denen das Unternehmen jeden Monat rund 42 Millionen Spieler an sich bindet.

Disney ist allerdings nicht das einzige große Unternehmen, das plant, massiv in den Markt der Browser Games zu investieren. Berichten des Wall Street Journal zufolge will auch Google hier einsteigen und ein eigenes soziales Netzwerk mit dem Schwerpunkt auf Browser Games aufsetzen. Der Suchmaschinengigant soll sogar bereits mit einigen führenden Spieleherstellern über eine Unterstützung der Plattform verhandelt haben, darunter Electronic Arts, Playfish und Zynga, dem Hersteller des beliebten Facebook-Spiels Farmville.

In Zynga hat Google dem Wallstreet Journal zufolge sogar zuletzt 100 Millionen US-Dollar investiert. Dies könnte auf eine verstärkte Kooperation hindeuten. Der US-Blog Techcrunch berichtete im Mai, dass das Verhältnis zwischen Zynga und seinem bislang größten Partner Facebook trotz langfristigen Vertrag weitesgehend zerrüttet sei. Der Hersteller plane dem Blog zufolge daher eine eigene Plattform für seine Spiele aufzusetzen. Möglicherweise wird diese nun in Googles Soziales Netzwerk aufgehen. Bestätigt sind Googles Pläne allerdings noch nicht - das Wallstreet Journal stützt seine Berichte auf anonyme Quellen.

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