Wissenschaftler nutzen Tweets um die Befindlichkeit zu analysieren
Twitter: US-Forscher messen Stimmungslage der Nation
Forscher der Universitäten Harvard und Northeastern haben via Twitter die Stimmungslage der US-Bürger analysiert. Demnach sind die Menschen Sonntagsmorgens am glücklichsten, während Donnerstagabends die Stimmung ihren Tiefpunkt erreicht. Die Stimmung an der Westküste folgt zudem der Stimmungslage an der Ostküste - jedoch mit einer Verzögerung von drei Stunden.

Für ihre Ergebnisse wertete das fünfköpfige Team über 300 Millionen Tweets aus. Diese wurden zwischen September 2006 und August 2009 gesammelt und archiviert. Mit Hilfe einer Wortliste wurde jeder Tweet bewertet und ermittelt, ob der Twitterer gut oder schlecht gelaunt beim Schreiben seiner Statusmeldung war. Gemäß der Angabe im Profil wurde der Wert dann einem Bundesstaat zugeordnet. Für jeden Bundesstaat wurde anschließend ein Durchschnittswert ermittelt.
Stimmung nach Regionen und im Tages- und Wochenverlauf
Die Auswertung der Stimmungslage nach geographischen und zeitlichen Faktoren brachte interessante Ergebnisse. Demnach folgt die Stimmung an der Westküste der Stimmungslage an der Ostküste, jedoch zeitversetzt. Der Abstand zwischen den beiden Küsten beträgt dabei in etwa drei Stunden. Generell schienen die Bürger in den Westküsten-Staaten glücklicher zu sein als an der Ostküste. Der glücklichste Bundesstaat ist Hawaii, sagte Sprecher Sune Lehmann gegenüber dem Fernsehsender CBS. Tagsüber machten die Forscher Stimmungshöhepunkte am frühen Morgen und am späten Abend aus. Im Wochenverlauf waren die Menschen wie erwartet am Wochenende am glücklichsten.
Das Team hofft, seine Methode weiter verfeinern zu können und zukünftig auch Reaktionen auf wirtschaftliche oder politische Ereignisse in Echtzeit messen zu können. Zunächst sollen aber in die Auswertung externe Faktoren, wie zum Beispiel die Wetterlage mit einbezogen werden.

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