Sharp LC-52 DH 77 E: LCD-TV mit 52 Zoll im Test

Bildqualität bei Standardsignalen 

Die netzwelt-Versuche ergeben: Das beste Fernsehbild liefert der "Film"-Modus. Dieser ist nicht im Menü aufgelistet, sondern befindet sich als Direkt-Taste mitten auf der Fernbedienung - hier haben die Ingenieure mitgedacht. Schaltet man den Rauschfilter ab und reduziert gleichzeitig die Farbsättigung, stimmen auch Durchzeichnung, Schärfe und die Hautfarben.

Schön geht anders, aber die unten aufklappbare Fernbedienung erfüllt mit ihren sinnvoll gruppierten Tasten ihren Zweck. (Bild: netzwelt)
Schön geht anders, aber die unten aufklappbare Fernbedienung erfüllt mit ihren sinnvoll gruppierten Tasten ihren Zweck. (Bild: netzwelt)
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Über den Scart-Eingang sieht das Bild scharf aus, bei Kameraschwenks kommt es allerdings immer wieder zu Zeilenflimmern. Das Zeilenflimmern verschwindet komplett, wenn man die Signale über HDMI-576i zuspielt - sogar in besonders schwierigen Testszenen - unser Liebling: Schwenk über den Strand in "Sechs Tage, sieben Nächte" - ist nichts davon zu sehen. Leider arbeitet die 100-Hertz-Technologie nicht perfekt: Dunkle Bildmotive neigen immer wieder zum Verschmieren. 

Bildqualität bei HDTV-Signalen 

Auch hier gibt es negative Kritik: Die Test-Disc bringt kleine Schwächen des LC-52 DH 77 E ans Tageslicht. So fiel zum Beispiel auf, dass Schriften in Blu-ray-Menüs beim genauen Hinsehen gezackt wie ein Reißverschluss aussehen. Dies fällt in der Praxis zugegebenermaßen nie oder nur ganz selten auf. Totalaufnahmen von großen Plätzen - beispielsweise im 15. Kapitel von "Casino Royale", in dem der Markusplatz von Venedig auftaucht - sehen ähnlich beeindruckend wie auf der netzwelt-Referenz aus, dem Pioneer-Plasma KRP-500.

Im computeranimierten Vorspann dieser Bond-Blu-ray stellt der Sharp durchs Bild gleitende Ornamente mit der originalgetreuen Kinobewegung dar, auch wenn die Bewegungsschärfe eher niedrig ausfällt. Von der Glättungsschaltung "Filmmode verbessert" sollte man lieber die Finger lassen, weil diese nicht nur den dezent ruckelnden Filmlook zerstört, sondern auch komplexe Szenen unschärfer macht.

Insgesamt, so das netzwelt-Fazit, zeigt der Japaner ein ausgewogenes HDTV-Bild, auch wenn Nachtszenen nicht so dreidimensional wie bei vielen anderen Konkurrenten in dieser Preisklasse wirken. Schwarz-Weiß-Streifen wie "Casablanca" sehen dank seiner gleichmäßigen Graubalance neutral aus, die Farbtemperatur liegt fast konstant bei 6.300 Kelvin, also nahe am Soll von 6.500 Kelvin. Leise Kritik kommt bei blauem Himmel und Meer auf, denn beide erscheinen etwas zu grünlich, während gesättigtes Rot etwas zu stark leuchtet.

Fazit

Wer höchste Bild- und Tonansprüche an einen Flachbildfernseher stellt, sollte zu einem anderen Gerät greifen, da der Sharp LC-52 DH 77 E doch einige Schwächen aufweist: kleinlaute Lautsprecher, niedrige Bewegungsschärfe, fehlende Formatumschaltung bei HD, nicht optimale Auflösung von feinsten HD-Details. Auf der anderen Seite punktet der Japaner mit einem ordentlichen Kontrast, sauberen Farben und einer guten 24p-Darstellung.  

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