Abgetaucht: Wasserdichter Camcorder Sanyo Xacti CA100 im Test

Bedienung ohne Feingefühl

Die Bedienung des Sanyo Xacti CA100 erweist sich als größter Schwachpunkt des Camcorders. Die Tasten zur Navigation durch die Einstellungen befinden sich an der Innenseite der Kamera und sind nie parallel zum Bildschirm. So muss der Nutzer das Gerät immer wieder drehen, um die Knöpfe und den Monitor im Auge zu behalten.

Zusätzlich fallen die Druckpunkte sämtlicher Bedienelemente - dies gilt auch für die Aufnahmeknöpfe und die Zoomwippe auf der Kamerarückseite - sehr schwammig aus. Der Anwender erhält keine verlässlich Rückmeldung darüber, ob der CA100 seine Eingabe verstanden hat oder nicht.

Im übersichtlich gehaltenen Menü mit seinen sechs Unterpunkten - je drei für Aufnahme- und Grundeinstellungen - finden sich auch Camcorder-Neulinge schnell zurecht.

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Full-HD mit blassen Farben

Der Sanyo Xacti CA100 nimmt Videos in Full-HD-Auflösung mit maximal 1.920 x 1.080 Pixeln und 60 Bildern in der Sekunde auf. Die Filme verfügen zwar über eine ausreichende Detailgenauigkeit, deutliche Konturen und angenehme Kontraste, doch wirken die Farben teilweise blass.

Der Autofokus reagiert gut auf neue Motive oder Veränderungen in der Brennweite, deutlich schlechter fällt die Bilanz des automatischen Weißabgleichs aus. Er benötigt zu lange, um die Belichtungseinstellungen an neue Lichtverhältnisse anzupassen. Zeilenverschiebungen treten bei den Videos des CA100 nur sehr selten auf. Das interne Mikrofon des Camcorders liefert einen gut verständlichen Ton.

Sanyo Xacti CA100 Testbild.
Sanyo Xacti CA100 Testbild.

Qualitativ ähneln die Fotos des Xacti CA100 den Bildern aus Handykameras. Für Schnappschüsse, die online herumgezeigt werden, reichen sie aus. Einen Fotokalender für Weihnachten würden die meisten Nutzer mit den Aufnahmen aber nur in Ausnahmefällen bestücken.

Griffiges Gehäuse mit versteckter Speicherkarte

Mit seiner pistolenartigen Form liegt der Sanyo Xacti CA100 angenehm und sicher in der Hand. Bei Aufnahmen im Wasser sollten Nutzer zur Sicherheit noch die Handgelenksschlaufe anbringen, damit der Camcorder nicht bis auf den Grund herab sinkt. Das Kunststoffgehäuse wirkt solide verarbeitet und lies im Test kein Wasser eindringen.

Videos und Fotos legt der CA100 auf SD-, SDHC- oder SDXC-Speicherkarten ab, wobei für Filme in Full-HD-Auflösung mindestens eine SDHC-Karte nötig ist. Um die Speicherkarte auszutauschen muss der Nutzer den Lithium-Ionen-Akku herausnehmen. Dies spielt für Anwender, die die Daten per Kabel über die HDMI- oder USB-Schnittstelle übertragen keine Rolle. Soll das Speichermedium jedoch in einem Lesegerät ausgelesen werden muss der Akku entfernt werden.

Fazit: Am und im Wasser sinnvoll

Für den Videodreh am Strand und unter Wasser eignet sich der Sanyo Xacti CA100 sehr gut. Allerdings muss der Nutzer beim wasserdichten Camcorder Abstriche beim Bedienkomfort und in geringerem Umfang auch bei der Bildqualität hinnehmen. Nutzer, die mit ihrer Kamera nicht abtauchen wollen finden leichter zu bedienende Geräte mit ähnlicher bis besserer Videoqualität wie zum Beispiel den Xacti CS1.

Sanyo verkauft den Xacti CA100 in drei Farben. Neben Rosa stehen auch Gelb und Schwarz zur Auswahl. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 349 Euro. Im Internet verkaufen Händler den wasserdichten Camcorder bereits für rund 300 Euro.

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