Sony HTP-BD 36 SF: Blu-ray-Komplettanlage im Test
Bildqualität
Hier gibt es - wie mittlerweile bei vielen Blu-ray-Playern - kaum etwas zu kritisieren. Auch der Sony bietet originalgetreue Kinobilder in ruckelfreier 24p-Qualität. Auch mit HDTV-Dokus im 1080i-Format kommen die Player immer besser klar. Die einzige erkennbare Schwäche leistet sich der BDP-S 360 bei einer langsam bewegten Porträtaufnahme, bei der die Wimpern flimmern. An diesem Hardcore-Test scheitern allerdings fast alle Geräte. Auch das Abspielen von DVDs bereitet Freude, da der Sony auch die Halbbilder von DVDs ohne Vollbildmarker zu gelungenen Vollbildern zusammensetzt. An seine Grenzen stößt er erst beim besonders schwierig darzustellenden Schwenk über den Strand in "Sechs Tage, sieben Nächte", wo immer wieder hässliches Kantenflimmern auftaucht.
Klangqualität
Zunächst der Musiktest, als Testsongs dienen "Lie In Our Graves" in Dolby Digital Plus und "Crash Into Me" in Dolby TrueHD, beide von Dave Matthews und Tim Reynolds, aufgenommen live in der New Yorker Radio City Music Hall.

Ergebnis: Die Raumdarstellung geht in Ordnung, doch das Klatschen des Publikums klingt zu aggressiv, während die Gitarren etwas zu gepresst wirken. Bei Actionfilmen und viel Gepolter schafft es die Sony-Anlage, den Hörer sogar bei höheren Pegeln mitten ins Geschehen zu versetzen. Auf Dauer wird bei höheren Lautstärken allerdings deutlich, dass man nicht zu laut aufdrehen sollte: Beim Sturz durch die Glaskuppeln in "Ein Quantum Trost" splittert das Glas in unangenehm spitzen Tönen. Auch das Baugerüst scheppert während des Kampfes unnatürlich stark - die Testerohren bekommen von allem ein bisschen zu viel ab. Immerhin sind Dialoge selbst dann gut verständlich, wenn man nicht auf dem idealen Hörplatz sitzt.
Fazit
Wer auf eine umfangreiche Multimedia-Ausstattung verzichten kann und auch nicht höchste Lautstärken benötigt, um sich zu amüsieren, ist mit der Sony-Komplettanlage HTP-BD 36 SF gut beraten. Das Design, das an Kirchenlautsprecher erinnert, ist allerdings Geschmackssache und polarisiert - netzwelt ist nicht wirklich begeistert davon. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt ein grundsolides System, das man im Internet rund 200 Euro unter Listenpreis ergattern kann.
