Viel Klang, wenig Multimedia

Sony HTP-BD 36 SF: Blu-ray-Komplettanlage im Test

Während die meisten Hersteller bei ihren 5.1-Blu-ray-Komplettanlagen auf Player und Digitalverstärker in einem Gehäuse setzen, geht Sony andere Wege: Receiver und Player stecken in getrennten Gehäusen. Was das bringt und wie es klingt, zeigt der netzwelt-Test.

Die Sony-Komplettanlage HTP-BD 36 SF besteht aus einem Blu-ray-Player und einem sehr flachen AV-Receiver. (Bild: netzwelt)
Die Sony-Komplettanlage HTP-BD 36 SF besteht aus einem Blu-ray-Player und einem sehr flachen AV-Receiver. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Technik
  2. 2Ausstattung und Handhabung 
  3. 3Bildqualität 
  4. 4Klangqualität 
  5. 5Fazit 
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Design und Technik

Das Konzept von Sony fällt optisch sofort auf, schließlich sind AV-Receiver und Blu-ray-Player - entgegen den Gewohnheiten der Branche - in separaten Gehäusen untergebracht. Das hat Vor- und Nachteile. Nachteile: Das Konzept benötigt mehr Platz und Verkabelung. Vorteile: Man kann den Player auch separat betreiben und später auch durch ein neueres Modell ersetzen. Beim aktuellen Player des Systems handelt es sich um den Sony BDP-S 360, der superflache AV-Receiver ist hingegen eine Neuentwicklung.

Die Boxen wiederum erinnern an die Standlautsprecher der DVD-Komplettanlage DAV-DZ 830 und somit auch ein bisschen an die Beschallungsanlagen in Kirchen. Die vier auf den Namen "Tallboy" getauften Lautsprecher passen mit ihren Eisenrohrständern nicht in jedes Wohnzimmer. 

Sony liefert gleich zwei Fernbedienungen mit - eine für den Receiver, eine für den Player. Die für den Player ist aber so gut wie überflüssig, schließlich steuert die Systemfernbedienung des Receivers auch alles im Alleingang. (Bild: netzwelt)
Sony liefert gleich zwei Fernbedienungen mit - eine für den Receiver, eine für den Player. Die für den Player ist aber so gut wie überflüssig, schließlich steuert die Systemfernbedienung des Receivers auch alles im Alleingang. (Bild: netzwelt)

Ausstattung und Handhabung 

Auch Sony verwendet spezielle Stecker zum Anschluss der Boxen. Die mitgelieferten Lautsprecherkabel reichen zwar für die meisten Wohnzimmer aus, aber wer tauschen will, muss leider basteln. Beim Einrichten der Anlage hilft - wie praktisch - eine Einmessautomatik, die Pegel und Abstände der Boxen einstellt. Das kann nicht jede 5.1-Anlage, aber auf der anderen Seite hält sich Sony in puncto Multimedia vornehm zurück. Die Japaner versehen die HTP-BD 36 SF mit einer "Digital Media Port"-Schnittstelle für Zusatzgeräte, aber die entsprechende Dockingstation für den iPod kostet gut 60 Euro, die für den iPod und das iPhone sogar rund 110 Euro. 

Auch sonst sieht es multimediatechnisch eher mager aus: In die USB-Buchse passt nur ein, natürlich nicht mitgelieferter, Speicherstick für BD-Live, und ein Kartenleser ist erst gar nicht vorhanden, obwohl der BDP-S 360 die Fotowiedergabe von CD und DVD beherrscht. Die Netzwerkbuchse ist nur für das Herunterladen von BD-Live-Bonusmaterial zuständig, nicht aber für die Wiedergabe von YouTube-Videos oder PC-Inhalten. Immerhin ist der Receiver mit drei HDMI-Eingängen ausgestattet, wovon einer für den Blu-ray-Player reserviert ist. Die anderen beiden stehen für Bild und Ton zur Verfügung. Videomaterial wird nicht bearbeitet, sondern nur durchgeschleift.

Beim Sony-Receiver (unten im Bild) ist einer der drei HDMI-Eingänge für den separaten Blu-ray-Player reserviert. Die Videosignale der anderen beiden Schnittstellen werden einfach durchgeleitet. (Bild: netzwelt)
Beim Sony-Receiver (unten im Bild) ist einer der drei HDMI-Eingänge für den separaten Blu-ray-Player reserviert. Die Videosignale der anderen beiden Schnittstellen werden einfach durchgeleitet. (Bild: netzwelt)
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