Canon Legria HF S20 im Test: Full-HD-Camcorder für gehobene Ansprüche

Touchscreen, Automatik und manuelle Steuerung

Die Bedienung des Canon Legria HF S20 erfolgt mit der rechten Hand über Tasten am Gerät und mit der linken Hand über der Touchscreen. Zusätzlich legt der Hersteller dem Camcorder noch eine kleine Infrarot-Fernbedienung bei.

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Direkt am Gehäuse des HF S20 befinden sich die Aufnahmetasten für Videos und Fotos sowie die Zoomwippe. Diese drei Bedienelemente erreicht der Nutzer bequem mit den Fingern der rechten Hand, mit der er den Camcorder hält. Allerdings weisen die Auslöser nur einen schwammigen beziehungsweise gar keinen spürbaren Druckpunkt auf.

An der Innenseite des Legria-Camcorders befinden sich Knöpfe mit denen der Anwender die Ansicht des Bildschirms ändert, zwischen Aufnahme-Bereitschaft und Bildwiedergabe wechselt, sowie einen Video-Schnappschuss anfertigt.

Die Finger der linken Hand regulieren über ein Drehrad den manuellen Fokus, passen aber in erster Linie über den Touchscreen die Aufnahme- und Grundeinstellungen der Kamera an. Dies gestaltet sich allerdings etwas kompliziert, da der Bildschirm nicht jede Eingabe sofort erkennt und die Menüstruktur nutzerfreundlicher gestaltet sein könnte. 

Canon Legria HF S20 im Test

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Canon Legria HF S20 im Test - Full-HD-Camcorder zeichnet Videos mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf.
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Full-HD-Camcorder zeichnet Videos mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf.

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Canon Legria HF S20 im Test - Der 3,5 Zoll große Touchscreen dient als Sucher, zur Bildansicht und zur Bedienung des Camcorders.
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Der 3,5 Zoll große Touchscreen dient als Sucher, zur Bildansicht und zur Bedienung des Camcorders.

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Canon Legria HF S20 im Test - Innenseite mit Kartenschächten (SD oder SDHC), Component- und AV-Ausgang sowie einer Buchse für eine Fernbedienung.
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Innenseite mit Kartenschächten (SD oder SDHC), Component- und AV-Ausgang sowie einer Buchse für eine Fernbedienung.

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Canon Legria HF S20 im Test - Rückansicht auf Akku, Zoomwippe und Aufnahmeknopf.
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Rückansicht auf Akku, Zoomwippe und Aufnahmeknopf.

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Canon Legria HF S20 im Test - Zubehörschuh auf der Oberseite.
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Zubehörschuh auf der Oberseite.

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Canon Legria HF S20 im Test - USB- und HDMI-Anschluss an der Seite, genau wie der Mikrofoneingang.
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USB- und HDMI-Anschluss an der Seite, genau wie der Mikrofoneingang.

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Canon Legria HF S20 im Test - Dsa Drehrad unterhalb des Linse dient zum manuellen Fokussieren.
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Dsa Drehrad unterhalb des Linse dient zum manuellen Fokussieren.


So erreicht der Nutzer der Videokamera von Canon über die "Func."-Schaltfläche zwar schnell die Einstellungen zu Aufnahmeprogramm und Weißabgleich oder kann die Belichtung und den Fokus anpassen. Der Weg ins Hauptmenü führt jedoch auch nur über den Umweg dieses "Zwischenmenü". 

Das Hauptmenü gliedert sich in drei Bereiche für Aufnahme-, Grund- und Speichereinstellungen. Im letzten Untermenü legt der Anwender unter anderem fest, auf welchem Datenträger der HF S20 Videos und Fotos abspeichert.

Full-HD-Auflösung mit kleinen Schwächen

Videos zeichnet der Canon Legria HF S20 in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Dabei erreicht er eine Datenrate von maximal 24 Megabits pro Sekunde. Die Filme bieten natürlich wirkende Farben, angenehme Kontraste, gut zu erkennende Konturen und eine ausreichend hohe Detailgenauigkeit.

Allerdings treten für einen Camcorder dieser Preisklasse zu viele Zeilenverschiebungen auf und von der Arbeit des automatischen Weißabgleichs lässt sich auch nur wenig bemerken. Die zwei internen Mikrofone liefern dagegen einen gut verständlichen Ton. Zoomgeräusche sind nicht zu hören.

Bei Fotos gelingt es dem Legria HF S20 zwar natürlich wirkende Farben abzubilden. Diese enstprechen jedoch nicht zwangsläufig der Realität und so erscheint der graue, wolkenverhangene Himmel in einem freundlichem Blau. Insgesamt betrachtet reichen die Standbilder mit maximal acht Megapixel für Schnappschüsse aus, liegen jedoch deutlich unter der bei kompakten Digitalkameras üblichen Durchschnitts-Bildqualität.

Interner Speicher mit zwei Speicherkarten erweiterbar

Canon versieht den Legria HF S20 mit einem gut verarbeitetem Gehäuse aus Kunststoff. Der Nutzer hat den Camcorder unter anderen wegen der Handgelenksschlaufe immer sicher im Griff.

Der Legria HF S20 verfügt über einen 32 Gigabyte großen internen Speicher. Der Nutzer kann diesen mit bis zu zwei SD(HC)-Speicherkarten gleichzeitig auf bis zu 96 Gigabyte erweitern. Für Videos in höchster Auflösung ist eine SDHC-Karte Pflicht. Die Aufladung des Lithium-Ionen-Akku erfolgt wie bei den meisten Camcorder über ein Netzteil direkt in der Kamera und nicht über ein externes Ladegerät.

Canon stattet den HF S20 mit allen wichtigen Anschlüssen aus. Neben HDMI- und USB-Schnittstellen verfügt der Camcorder auch über einen Component- und einen AV-Anschluss. Zudem kann der Nutzer eine Fernbedienung an der Kamera anbringen und auf dem Zubehörschuh zum Beispiel ein Mikrofon oder eine Lampe befestigen.

Fazit: Camcorder genügt Ansprüchen nicht

Auf den ersten Blick bietet Canon mit dem Legria HF S20 einen gut ausgestatteten Full-HD-Camcorder mit gehobener Ausstattung an. Bei genauerer Betrachtung gibt es jedoch Abzüge für die nicht zu Ende gedachte Bedienoberfläche sowie die Bildqualität, die für eine Videokamera dieser Preisklasse noch Nachbesserungsbedarf aufweist. Die gehobenen Ansprüche von Käufern, die einen niedrigem vierstelligen Betrag bezahlen, erfüllt die Kamera damit nicht.

Canons unverbindliche Preisempfehlung für den Legria HF S20 beträgt 1.099 Euro. Im Internet verkaufen Händler den Camcorder bereits für rund 880 Euro.

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