Neben Linux gibt es noch eine ganze Reihe anderen Unix-Abkömmlingen, auch die BSD-Systeme gehören dazu.
BSD-Familie: Die modernen Distributionen im Kurztest
Die Ursprünge des Betriebssystems Unix gehen auf die Bell Laboratories zurück, die schon im August 1969 ein universelles System für mehrere Benutzer auf einem einzigen Rechner entwickelt haben. Gegen Ende der 1970er Jahre wurden an der Universität von Kalifornien in Berkeley dann die Grundlagen dafür gelegt, was heute als BSD-Unix bezeichnet wird. In der Urversion waren noch viele Komponenten aus dem alten Unix enthalten, an denen der amerikanische Telekommunikations-Konzern AT&T die Rechte hielt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Gemeinsamkeiten durch GNU-Software
- 2NetBSD
- 3FreeBSD
- 4Software-Pakete direkt über die Quellen
- 5PC-BSD
- 6Moderne Oberfläche über KDE SC 4.4.5
- 7OpenBSD und DragonFly
- 8Fazit
Doch die Forscher haben nach und nach die Teile des Ur-Unix ersetzt und ihre Ergebnisse unter der freien BSD-Lizenz freigegeben, sodass jeder mit dem System arbeiten durfte. Das BSD-Unix hatte auch maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung von Linux. Bis heute sind jedoch eine ganze Reihe direkter Nachfolger von BSD entstanden, Projekte haben sich in neue Betriebssysteme abgespalten oder als Distribution ein Eigenleben entwickelt. Als der bekannteste Vertreter gilt MacOS X, dessen Darwin-Kern als echtes BSD-Unix gilt und über seinen Vorfahren NextStep mit FreeBSD direkt verwandt ist.
Gemeinsamkeiten durch GNU-Software
Die freien BSD- und Linux-Distributionen sind zueinander sehr ähnlich, da sie die GNU-Software teilen. Im GNU-Projekt werden seit 1993 Programme entwickelt, die in Verbindung mit dem Kernel erst ein vollständig funktionsfähiges Betriebssystem ergeben. Zur GNU Software gehören eine Kosole zur Anmeldung an PCs, eine Bibliothek mit beliebten Funktionen, eine Reihe von Compilern zum Übersetzen von Quellcode aus der Sprache C/C++ sowie weitere Tools. GNU wurde auf fast alle Systeme nach Unix-Art portiert.
Daneben gibt es noch den sogenannten POSIX-Standard, der eine allgemein gültige Schnittstelle zwischen dem Betriebssystem und darin laufenden Anwendungen definiert. POSIX beschreibt die Systemaufrufe aus C-Programmen heraus und wie die einzelnen Teile einer Software miteinander verbunden werden. Wirklich wichtig ist aber, dass POSIX eine Menge von kleinen Programmen definiert, die auf der Kommandozeile von jedem POSIX-konformen Betriebssystem erreichbar sein müssen: Dazu zählen grundlegenden Funktionen für das Kopieren von Dateien, aber auch Hilfsprogramme wie der Vi-Texteditor.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
@knarf: Danke für die Hinweise.
Leider werden in diesem von Google News propagierten Artikel einige Dinge falsch dargestellt. Natuerlich gibt's in FreeBSD auch binary packages, diese nennen sich Packages. Wenn man aus den Sourcen...