Nicht nur für Manager: BlackBerry Pearl 3G im Test
Anwendungen: Social-Media trifft BlackBerry
Der breiter gefassten Zielgruppe geschuldet ist auch die umfassende Integration von Social-Media-Funktionen. Das Pearl 3G ermöglicht direkten Zugang zu Twitter, Facebook, FlickR und MySpace. Eine Interaktion zwischen Blackberry und sozialen Netzwerken findet dabei nicht nur bei der Nutzung der Kamera statt, sondern auch in anderen Programmen. So können beispielsweise Facebook-Termine in den BlackBerry-Terminplaner integriert und Facebook-Profil Fotos entsprechenden Adressbuchkontakten zugeordnet werden.

Neben Social-Media-Anwendungen finden sich auf dem Telefon von Werk aus auch die beliebten BlackBerry-Programme Mail und Messenger sowie darüber hinaus zahlreiche Chatprogramme wie ICQ oder der Windows Live Messenger. Skype ist bislang für das BlackBerry Pearl 3G noch nicht verfügbar. Für Business-Anwender bietet Research in Motion Kalender, Notizblock, Aufgabenverwaltung sowie 30 Tage Testversionen von Word to go, Sheets to go und Slides to go, die im wesentlichen den Microsoft Programmen Word, Excel und Powerpoint entsprechen.
GPS und Internet: Kein vollwertiger Navi-Ersatz
Dank eingebauten GPS-Empfänger können die Nutzer sich auch via BlackBerry Maps oder GoogleMaps zu ihrem Zielort leiten lassen. Auf Sprachausgaben muss dabei aber verzichtet werden, so dass das BlackBerry Pearl 3G keinen vollwertigen Navi-Ersatz darstellt. Für kleine Routen mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß reicht die Funktionalität aber allemal. Nett: Mit der Software Poynter lassen sich via Internet Restaurants oder Kinos in der Nähe direkt anzeigen. Dies ist vor allem in unbekannten Städten eine nützliche Funktion.
Die Internetverbindung baut das Mini-Smartphone dabei nicht nur per UMTS oder HSDPA auf, sondern unterstützt auch den Zugriff auf W-LAN Netzwerke, inklusive den schnellem n-Standard.
Fazit
Das BlackBerry Pearl 3G ist ab Augut in unterschiedlichen Farben und zwei Modell-Varianten erhältlich. Das Modell 9100 wird über eine komprimierte QWERTZ-Tastastur verfügen. Die an dieser Stelle getestete Gerätevariante 9105 ist mit einer traditionellen 14-Tasten-Tastatur ausgestattet. Vorbestellungen sind bei verschiedenen Anbietern schon möglich. Eine offizielle Preisempfehlung steht noch aus, gehandelt werden aber beide Modelle für rund 380 Euro ohne Vertrag.
Mit dem Pearl 3G will Hersteller Research in Motion neue Zielgruppen für seine BlackBerry-Modelle erschließen. Dafür verzichtet er auf sein ursprünglichen Markenzeichen die vollwertige QWERTZ-Tastatur. Schnelles Tippen ist dadurch auf dem Pearl 3G nur bedingt möglich. Auch wenn Twitter und Facebook als Marketing-Tools für Businessanwender zunehmend an Bedeutung gewinnen, sollten Geschäftsleute lieber zu einem anderen BlackBerry Modell greifen und sich darauf die Social-Media-Apps aus der BlackBerry App-World laden.
Wer das Pearl 3G dagegen für den privaten Gebrauch nutzen möchte, findet hierin ein solides Smartphone mit allen wesentlichen Funktionen. Allerdings sind vergleichbare Modelle, etwa das Nokia E52, für einen geringeren Preis erhältlich.
