Vodafone beginnt ab September mit LTE-Ausbau
Mobiles Internet: Vodafone startet im September mit LTE-Ausbau
Netzbetreiber Vodafone will sein Netz in Deutschland ab September für den neuen Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) aufzurüsten. Für 2011 ist geplant, 1.500 Sendemasten mit LTE-Technik auszustatten. In den kommenden Jahren soll das mobile Breitband-Internet auch in ländlichen Regionen mit mindestens drei Megabit pro Sekunde verfügbar sein.

Dies teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Technologiepartner für den Ausbau sind demnach Huawei und Ericsson. Während Vodafone in ländlichen Regionen zunächst mit Übertragungsraten von drei Megabit pro Sekunde rechnet, werde die Geschwindigkeit in den Städten signifikant höher ausfallen. In Stockholm und Oslo sind zum Beispiel dem dortigen Netzbetreiber TeliaSonera zufolge bereits Datendurchsätze von bis zu 100 Megabit in der Sekunde erreichbar. Theoretisch soll LTE Übertragungsraten von bis zu 150 Megabit pro Sekunde in einer Mobilfunkzelle ermöglichen.
Bis das Netz jedoch flächendeckend mit LTE-Technik versorgt ist dürfte es noch dauern. Das Vodafone-Netz umfasst derzeit laut Unternehmensangaben etwa 20.000 Basistationen. 2011 würde Vodafone demnach rund acht Prozent seines Netzes auf LTE umrüsten. Konkurrent Telekom hat den Beginn seines LTE-Netz-Ausbaus ebenfalls für diesen Sommer angekündigt. Erste LTE-Basisstation sollen demnach in Kyritz und Ziesar in Brandenburg eingerichtet werden.
LTE ermöglicht Breitband-Internet auch auf dem Land
Die Netzbetreiber und die Bundesregierung erhoffen sich durch den neuen Standard vor allem einegünstige Versorgung ländlicher Regionen mit einem Breitbandinternetzugang. Ein großer Vorteil des drahtlosen Internetzugangs sei Vodafone zufolge, dass bislang aufwändige und zeitintensive Erdarbeiten nicht nötig wären und der komplizierte Zugang über das Kupferkabel bis zum Haus, die so genannte letzte Meile, entfalle.
