Google droht wegen Datenpannen im Streetview-Projekt auch in den USA ein Rechtsstreit

Google StreetView: 38 US-Bundesstaaten warten auf Antworten

Suchmaschinenanbieter Google gerät wegen seines umstrittenen Projekts Streetview auch in den USA zunehmend unter Druck. 38 Bundesstaaten unterstützen die Ermittlungen von Generalstaatsanwalt Richard Blumenthal und fordern weitere Auskünfte zum Mitschnitt privater Daten. Andernfalls droht das Bündnis mit rechtlichen Schritten.

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Datenschützer fanden heraus, dass die Kamerawagen des Google-Diensts Street View neben Fotos auch Daten zu WLAN-Netzen erheben.
Datenschützer fanden heraus, dass die Kamerawagen des Google-Diensts Street View neben Fotos auch Daten zu WLAN-Netzen erheben.
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Das Unternehmen soll einer Mitteilung von Generalstaatsanwalt Richard Blumenthal zufolge bis Freitag erklären, wie es dazu kommen konnte, das über drei Jahre im Rahmen des Projektes Streetview nicht nur Hausfassaden fotografiert, sondern auch Daten aus W-LAN-Netzwerken gesammelt wurden, darunter möglicherweise E-Mails, Passwörter und Kreditkartennummern.

Wie konnte Google nichts vom Spionage-Code wissen?

Insbesondere will Blumenthal wissen, ob die Software speziell für diese Zwecke ausgelegt war, ob Google die gewonnen Daten verkauft hat und warum der Fehler nicht zuvor in Testläufen entdeckt wurde. "Wir erwarten, dass Google die Personen benennt, die den Spionage-Code entwickelt haben und erklärt wie das Unternehmen nicht wissen konnte, dass die Street-View-Autos Daten aus W-LAN-Netzwerken sammelt", sagt Blumenthal in einer Presseerklärung. Er fügte hinzu, alle möglichen Schritte zur Beantwortung dieser Fragen zu unternehmen, inklusive rechtlicher.

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Blumenthals Ermittlungen werden seinen Aussagen nach von einem Bündnis aus bislang 38 US-Bundesstaaten unterstützt. Darunter New York, Mississippi, Vermont, Nebraska, North Carolina, Oregon, Washington, Kansas, Montana und Rhode Island. Google ist wegen dem Ausspionieren privater Daten bereits in zahlreichen Ländern, unter anderem auch Deutschland unter Druck geraten. Das Unternehmen hatte die Sammlung von W-LAN-Daten im Rahmen des Streetview-Projektes eingestanden, dabei aber von einem Software-Fehler gesprochen.

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