Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt setzt auf 3D-Bilder

Die Erde in 3D: Deutsche Satelliten liefern erste Bilder

Die beiden deutschen Radarsatelliten "TanDEM-X" und "TerraSAR-X" haben zusammen die ersten dreidimensionalen Bilder der Erde aufgenommen. Sie lieferten bis auf einige Zentimeter genaue Aufnahmen der von Schnee und Eis bedeckten Oktoberrevolutionsinsel im russischen Nordpolarmeer.

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Der Radarsatellit "TanDEM-X" wurde erst am 21. Juni 2010 gestartet und folgt dem seit 2007 um die Erde kreisenden Zwilling "TerraSAR-X" in einer nahezu gleichen Umlaufbahn. Dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gelang es nun erstmals, mit den beiden Satelliten dreidimensionale Bilder von der Erde aufzunehmen.

Dazu müssen die zwei Satelliten in geringem Abstand parallel fliegen und die Erdregion gleichzeitig von unterschiedlichen Sichtwinkeln fotografieren. Zwar habe man diesen Formationsflug noch nicht erreicht, konnte aber den Zeitpunkt berechnen, an dem "TanDEM-X" und "TerraSAR-X" nahezu die selbe Position haben müssten.

"Das bedeutet, dass das Zusammenspiel der beiden Satelliten auch bereits in diesem ersten Stadium hervorragend funktioniert, die Orbits hochgenau kontrolliert werden und auch unsere Bodensysteme damit klar gekommen sind", erklärte Systemingenieur Gerhard Krieger vom DLR in einer Pressemitteilung.

Erste 3D-Bilder aus Russland

So entstanden erste 3D-Bilder von der in der Arktis liegenden Oktoberrevolutions-Insel, auf denen selbst einzelne Eisschollen zu sehen sind. Auf weiteren Bildern von der Donregion bei Kalasch in Russland sollen selbst minimale Höhenunterschiede wie Straßen und Äcker aufgezeichnet worden sein.

Die beiden Satelliten sollen drei Jahre lang die Erde umrunden und dabei Daten für ein dreidimensionales Modell der Erde sammeln. Im Herbst sollen sie auf 200 bis 500 Meter zusammenrücken, um noch bessere Höhenprofile zu liefern.

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