Kommende Acrobat Produkte laufen in einem abgesicherten Bereich
Besserer Schutz: Adobe kündigt Sandkasten-Modus für Acrobat-Produkte an
Die nächste Version der Acrobat-Produkte von Adobe sollen durch einen so genannten Sandkasten-Modus Anwender besser vor Viren und Malware schützen. Hacker haben dann keine Möglichkeit mehr, Dateien auf der Festplatte des Nutzer zu verändern, die Registry des Betriebssystems zu manipulieren oder Schadsoftware auf dem Rechner zu installieren.

Um diese Aktionen zu verhindern läuft die Software in einer abgesicherten Umgebung, dem so genannten Adobe Reader Protected Mode, erklärt das Unternehmen in einem Blogbeitrag. Dieser entspricht dem bekannten Sandkasten oder Sandbox-Prinzip, das auch in Googles Browser Chrome oder in Microsoft Office 2010 zum Einsatz kommt. Die Sandbox schränkt den Zugriff des Adobe Readers auf den Computer ein. PDF-Dateien können zwar dargestellt werden, Funktionen wie das Öffnen eines Anhanges mit einem externen Programm oder Zugriff auf Dateien auf der Festplatte des Rechners werden jedoch blockiert beziehungsweise nur nach strenger Prüfung ausgeführt.
Sandbox schützt zunächst nur vor Schreibzugriffen
Die neuen Sicherheitsfunktionen werden zunächst in Adobe-Produkte für Windows 7, Windows Vista, Windows XP, Windows Server 2008 und Windows Server 2003 implementiert. In der ersten Version werden im Protected Mode zunächst nur Schreibzugriffe auf dem PC unterbunden, später sollen Hacker auch daran gehindert werden, sensible Daten vom Computer auszulesen.
Adobe reagiert mit der Ankündigung auf wiederholte Sicherheitslücken in seinen Produkten. Die Webseite Forbes.com erklärte den Acrobat Reader zum meist gehackten Programm 2009. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte Adobe eine umfangreiche Sicherheits-Offensive für seine Produkte angekündigt. Dazu gehören neben technischen Neuerungen auch regelmäßige Sicherheits-Updates.
