In Apple-Software wurden in diesem Jahr die meisten Sicherheitslücken entdeckt

Sicherheitslücken: Apple Software weist die meisten Schwachstellen auf

Der dänische Sicherheitsdienstleister Secura hat die Zahl der aufgedeckten Sicherheitslücken in Produkten verschiedener Softwarehersteller verglichen. Dem Report zufolge wurden im Jahr 2010 bislang die meisten Schwachstellen in Apple-Programme entdeckt. Die Plätze zwei und drei belegen Oracle und Microsoft.

Wie sicher ist itunes? In Programmen des Herstellers Apples wurden in 2010 bislang die meisten Sicherheitslücken entdeckt. (Bild: Apple)
Wie sicher ist itunes? In Programmen des Herstellers Apples wurden in 2010 bislang die meisten Sicherheitslücken entdeckt. (Bild: Apple)

Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2005 hatte Oracle konstant auf dem ersten Rang gelegen. In diesem Jahr wurde der Anbieter von Business Software von Apple überholt. Der für seine Sicherheitslücken und Programmfehler oftmals öffentlich gescholtene Software-Gigant Microsoft belegt seit 2005 den dritten Rang und liegt damit überraschenderweise seit fünf Jahren hinter Apple.

Kein Faktor für die Sicherheit der jeweiligen Softwarehersteller

Allerdings sage die Zahl der aufgedeckten Sicherheitslücken nicht automatisch etwas über die Sicherheit der Software eines Herstellers aus. Hierfür müssten dem Secura-Report zufolge weitere Faktoren, etwa die Schwere der Sicherheitslücke oder wie schnell das jeweilige Unternehmen auf entdeckte Fehler reagiere, berücksichtigen werden.

Vielmehr bestätige die Auswertung die Annahme, dass mit einem großen Marktanteil und Verbreitung der Programme auch die Zahl der entdeckten Schwachstellen zunehme. So ist es auch nicht verwunderlich, dass seit 2005 jedes Jahr nahezu die selben Unternehmen im Ranking vertreten sind, obwohl die Hersteller teilweise erhebliche Mittel in die Verbesserung der Sicherheit ihrer Produkte investieren würden.

Für Apple ist die Veröffentlichung des Secura-Berichtes dennoch eine neuerliche Negativ-Schlagzeile. Das Unternehmen war in den vergangenen Tagen zunächst durch Empfangsprobleme beim neuen iPhone 4 und dann durch eine umstrittene Änderung der Datenschutzbestimmungen seiner Produkte in die Kritik geraten.

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