Hintergrund und Komponenten des Handy-OS
Samsung Bada: Das Handy-Betriebssystem aus Korea
Die jüngsten Quartalszahlen von Apple und Nokia haben gezeigt, worauf es heute im Markt ankommt: Hochwertige Smartphones. Bei diesen Geräten sind die Margen besser, Kunden können Handys mit Touchscreen oft leichter bedienen. War früher für den Kauf eines neuen Telefons noch das Aussehen, der Speicher oder die Kamera entscheidend, sind heute viele Geräte praktisch identisch - nun hängt der Erfolg am verwendeten Betriebssystem.
Inhaltsverzeichnis
- 1Bada: Software für den Massenmarkt
- 2Herkömmliches OS in moderner Hülle
- 3Oberfläche mit Fenstern und Grafiken
- 4Kommunikation: 3G, Bluetooth, Wi-Fi
- 5Medien: Musik-, Film- und Bilddateien
- 6Browsen im Web & soziale Netzwerke
- 7Fazit
Apple setzt für das iPhone auf sein proprietäres iOS, HP ist durch die Übernahme von Palm an das WebOS gekommen. Der Marktführer Nokia hat mit Symbian Series 60 sowie Maemo zwei Möglichkeiten und arbeitet gerade an Symbian^3 und MeeGo, das von Intel unterstützt wird. Die höchsten Wachstumsraten verzeichnet derzeit Google Android, das von mehreren Herstellern eingesetzt wird und auch bei Samsung zum Einsatz kommt.
Bada: Software für den Massenmarkt
Bisher produzierte Samsung Handys mit Symbian, Microsoft Windows Mobile und Android. Die Strategie soll ab Ende 2010 wesentlich einfacher werden: Zwei Drittel der hergestellten Smartphones laufen mit Google Android und zielen eher auf das Premium-Segment, für das Kunden gerne auch etwas mehr Geld ausgeben. Das verbleibende Drittel der Produkte wird schwächere Hardware enthalten und soll mit dem neuen Bada-System laufen.
Google Android benötigt relativ viele Ressourcen: Ein schneller Prozessor und ausreichend Speicher sind nötig, damit das Handy fließend bedienbar bleibt. Genau hier setzt Bada an: Schon bei der Präsentation der ersten Details im Herbst 2010 hat Samsung besonders Wert darauf gelegt, dass Bada auch auf schwacher Hardware schnell arbeitet. Auch Käufer eines günstigen Handys sollen mit Bada moderne Smartphone-Funktionen erhalten.
Bada OS für moderne Telefone
Das Betriebssystem Samsung Bada ist für günstige Handys gedacht, die trotzdem viele Funktionen benötigen.
Die Oberfläche besteht aus Frames, Forms und Controls. (Bild: Samsung, Bada Dokumentation)
Für das Rendering von 2D- und 3D-Grafik ist die OpenGL-Bibliothek zuständig. (Bild: Samsung, Bada Dokumentation)
Natürlich können Bada-Handys auch die Position bestimmen und Karten anzeigen. (Bild: Samsung, Bada Dokumentation)
Bada besitzt eine direkte Schnittstelle zu Twitter, Facebook und weiteren Diensten. (Bild: Samsung, Bada Dokumentation)
Entwickler können Apps auf dem Bada OS relativ nah an der Hardware laufen lassen. (Bild: Samsung, Bada Dokumentation)

"... fehlen Bada nur wenige Funktionen wie zum Beispiel für WiFi-Tethering." Ist doch fester Bestandteil des OS und wird somit nativ unterstützt.