Immer mehr Menschen setzen auf Navigationsgeräte
Bitkom: Navis verweisen Straßenatlas bei der Urlaubsplanung auf den Rücksitz
Pünktlich zur besten Reisezeit veröffentlicht der Branchenverband Bitkom eine Studie zur Nutzung von klassischen Landkarten bei der Fahrt in den Urlaub. Ergebnis: Navigationsgerät und Online-Routenplaner haben der Papier-Karte längst den Rang abgelaufen.

Wenn Sie sich schon öfters gefragt haben, warum so viele PKW-Besitzer einen per Saugfuß an die Windschutzscheibe befestigten Kasten durch die Gegend fahren, gehören Sie wahrscheinlich zu der immer weiter schrumpfenden Gruppe der Landkarten-Nutzer in Deutschland. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage, die vom Branchenverband Bitkom in Auftrag gegeben wurde, tritt mittlerweile fast jeder zweite Deutsche den Weg zum Urlaubsort mit Hilfe eines Navigationsgerätes an.
41 Prozent drucken sich Navigations-Hinweise von Online-Routenplanern aus und nehmen diese mit ins Auto. Stark auf dem Rückzug befinden sich klassische Navigations-Möglichkeiten wie der Straßenatlas oder die Landkarte. Laut Bitkom nutzen nur noch ein Drittel faltbare Landkarten, ein knappes Viertel schwört noch auf den Reiseführer.
Navigation per Smartphone
Der Bitkom-Webmonitor lässt einen weiteren Trend erkennen. Navi-Apps für Smartphones gewinnen immer mehr an Bedeutung. Etwa fünf Prozent der Gesamtbevölkerung hat eine entsprechende Anwendung auf dem Handy installiert. Bei der Bevölkerungsgruppe der unter 30-Jährigen lässt sich bereits jeder Achte von seinem Mobiltelefon durch den Verkehr lenken.
Der Vorteil der elektronischen Wegfindern gegenüber klassischem Kartenmaterial liegt auf der Hand: So ist das installierte Kartenmaterial auf Navigationsgeräten meist deutlich aktueller als die Übersicht im großen Straßenatlas. Und auch auf Staus, Behinderungen und aktuelle Verkehrsgeschehnisse, wie etwa Vollsperrungen, können viele moderne Navis dank TMC reagieren und so eine optimierte Route finden.
