Angreifer verbreitete Trojaner für den Webcam-Zugriff

Spähangriff: Hacker spioniert in fremden Kinderzimmern

Ein Hacker aus dem Rheinland soll mit einem Trojaner in die Computer von mindestens 150 Mädchen eingedrungen sein und die Kinder über die Webcams ausspioniert haben. So liefen bei der Festnahme des Mannes auf dessen Rechnern mehrere Videos aus unterschiedlichen Kinderzimmern.

Einem Hacker ist es gelungen, mit einem Trojaner in die Rechner von mehr als 150 Mädchen einzudringen und die Kinder mit der Webcam auszuspionieren.
Mehr als 150 Mädchen sollen von einem Hacker über die Webcam ausspioniert worden sein.

Laut einem Bericht des Westfalen-Blatts sollen mehr als 150 Mädchen in ihren Kinderzimmern beobachtet worden sein. Aufgedeckt hatte den Spähangriff Thomas Floß vom Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD). Der IT-Berater hält in Schulen regelmäßig Vorträge, um Kinder und Jugendliche für den Datenschutz zu sensibilisieren.

Während eines Vortrags erzählten ihm zwei Mädchen, dass die Kontrolllampe ihrer Webcams nicht mehr ausgehe. Ein Kind habe ihm den Rechner zur Verfügung gestellt. Während der Untersuchung stellte Floß fest, dass ein Hacker mithilfe eines Trojaners in den Computer eingedrungen sei.

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Trojaner über ICQ versendet

Der Angreifer habe den Trojaner, der als Bildschirmschoner getarnt gewesen sei, über das Chat-Programm ICQ mit einem Account eines Gymnasiasten versendet. Wer die Datei öffnete, gab dem Hacker die Erlaubnis, den Computer fernzusteuern und die Webcam des Geräts zu nutzen.

Über die IP-Adresse fand der IT-Experte heraus, dass die Attacke aus der Region Aachen gesteuert wurde und erstattete dort bei der Staatsanwaltschaft Anzeige. Als der 43-jährige Mann festgenommen wurde, liefen auf seinen Rechnern mehrere Videofeeds aus verschiedenen Kinderzimmern. Der Täter hatte es vor allen Dingen auf Mädchen abgesehen.

Erst vor wenigen Wochen war ein ähnlicher Fall in den USA aufgedeckt worden. Dort verschaffte sich ein Angreifer mit einem Schadprogramm Zugriff auf die Festplatten und Webcams von Computern junger Frauen, um Nacktbilder und -videos zu sammeln. Außerdem setzt sie der Hacker unter Druck, er werde die Bilder veröffentlichen, sofern die Betroffenen nicht noch weitere Nacktbilder sendeten. Auch dieser Täter nutzte zum Verteilen des Trojaners ein Chat-Programm.

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Die beiden Anti-Malware-Progamme, die Hans von Aken vorgeschlagen hat, haben wir natürlich auch in unserem Softwarearchiv: Spybot Search & Destroy WinPatrol

Schade, dass auch hier der Fauxpas passiert, aus Jugendlichen Kinder zu machen. Da bisher nur eine 16-jährige zu Wort gekommen ist und meines Wissens nach über das Alter der anderen Mädchen nichts veröffentlicht...

Was latent schon lange als Befürchtung im Hinterjopf rumort ist schon längst Wirklichkeit - Big Brother muss sich den Zugang nicht mehr erzwingen - wir gewähren ihn schon (mehr oder weniger) freiwillig:...

Erste Hilfe: das Programm Spybot Search & Destroy als Malware-Entferner und WinPatrol als Intrusion Detection Software. Für Rechner bis XP zusätzlich Webwasher Classic (eigentliche Hauptaufgabe:...

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