Cracker beobachtet Schülerinnen heimlich über Internet

Datenschutz: Rund 150 Schülerinnen per Webcam ausspioniert

Ein Cracker aus Nordrhein-Westfalen hat rund 150 Schülerinnen per Webcam ausspioniert. Aufgeflogen ist der Mann dabei nur zufällig. Mehrere Schülerinnen verschiedener Schulen in Ostwestfalen berichteten im Rahmen eines Schulprojektes des Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) vom seltsamen Verhalten ihrer Webcam. Bei der Untersuchung fanden die Datenschützer einen Trojaner.

Per Webcam hat ein Cracker zahlreiche Schülerinnen ausspioniert. (Foto: Thorsten Ulonska)
Per Webcam hat ein Cracker zahlreiche Schülerinnen ausspioniert. (Foto: Thorsten Ulonska)

Mit diesem hatte sich der mutmaßliche Täter nicht nur Zugriff auf Bilder und Daten der jeweiligen Rechner gesichert, sondern auch die Kontrolle über die Webcam übernommen, so dass er laut Angaben des BvD jederzeit einen Blick in die Zimmer seiner Opfer werfen konnte. Die betroffenen Mädchen hatten zwar bemerkt, dass die Kontrolllampe ihrer Webcam ab und an leuchtet, obwohl sie sie nicht eingeschaltet hatten, zunächst jedoch keinen Verdacht geschöpft.

Erst eine Untersuchung eines betroffenen Rechners durch Thomas Floß vom BvD brachte die Spionage-Attacke ans Licht. Floß war in den ostwestfälischen Schulen im Rahmen des BvD-Projektes "Datenschutz geht zur Schule" unterwegs. Dabei besuchen Datenschützer weiterführende Schulen und warnen die Jugendlichen vor den Gefahren eines zu leichtsinnigen Umgangs mit den neuen Medien. Floß war misstrauisch geworden, als mehrere Schülerinnen unterschiedlicher Schulen vom scheinbaren Eigenleben ihrer Webcam berichteten.

Floß ermittelte, nach dem er den Trojaner entdeckte hatte, die IP-Adresse des Angreifers und übergab sie der Polizei, die den Täter im Rheinland lokalisierte. Nach Angaben des BvD soll der junge Mann gleichzeitig bis zu 150 Kinderzimmer ausspioniert haben.

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Opfer gezielt an Hand von Internet-Profilen ausgesucht

Bei seiner Spionage-Attacke war er sehr gezielt vorgegangen. Zunächst knackte er den ICQ-Account eines Mitschülers der Betroffenen und wählte dann aus dessen Kontakten verschiedene Mädchen anhand ihrer Profile in Internet-Portalen aus. Dann verschickte er an seine Opfer unter dem Absender des Mitschülers den als Bildschirmschoner getarnten Trojaner.

Ende Februar 2010 gab es in den USA einen ähnlich gelagerten Fall, bei dem massenhaft Laptops von Schülern manipuliert wurden.

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Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Oh nein...Das gleiche war bei mir auch eine Zeit lang

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