Ausprobiert: Sony Playstation Move im Test
The Shoot
Wer bei diesen sommerlichen Temperaturen nicht so viel Feingefühl aufbringen kann dürfte an "The Shoot" Gefallen finden. Der eher simpel gestrickte Arcade-Shooter funktioniert ganz im Stile eines klassischen Spielhallen-Titels. Die Spielfigur fährt wie auf Schienen über ein virtuelles Filmset und muss dabei alles abschießen, was sich bewegt. Die Bewegungen übernimmt dabei die Figur - der Spieler kann sich voll und ganz auf das Zielen und Abfeuern konzentrieren. Anschließend bewertet ein Regisseur die Schieß-Performance.

Kung Fu Rider
In Kung Fu Rider flüchtet der Held mit kuriosen Bürostühlen vor einer Horde Gangstern. Bei diesem Spiel kommen bis auf die Symbol-Tasten alle Knöpfe des Motion Controllers zum Einsatz. Gesteuert wird die irrwitzige Bürostuhl-Fahrt indem der Controller nach links oder rechts geneigt wird. Ein Druck auf die hintere Trigger-Taste lässt den Helden nach hinten schnellen, um Hindernissen auszuweichen. Mit Hilfe der vorderen Move-Taste vollführt die Spielfigur eine Art Roundhouse-Kick - viele weitere Spezial-Bewegungen sind ebenfalls möglich. Kung Fu Rider scheint das Zeug zum Renner zu haben und demonstriert gleichzeitig, das bewegungsgesteuerte Spiele nicht aus bloßem "Herumfuchteln" bestehen müssen sondern ein hohes Maß an Koordination erfordern.
Preise und Verfügbarkeit
Das Playstation Move-System funktioniert ausschließlich in Verbindung mit einer PS3. Der offizielle Verkaufsstart ist für den 15. September angepeilt. Zur Markteinführung wird Sony unterschiedliche Pakete schnüren: So wird es zum Preis von circa 60 Euro ein Starterpaket geben. Dieses enthält einen Motion Controller, eine Eye-Kamera sowie eine Demo-Disc mit spielbaren Demos unterschiedlicher Titel. Die Playstation Eye-Kamera ist separat für 30 Euro erhältlich.
Wer bereits eine Eye-Kamera sein Eigen nennt, kann den Motion-Controller ebenfalls separat für voraussichtlich 40 Euro erwerben. Der zum Testzeitpunkt noch nicht verfügbare Navigations-Controller wird mit 30 Euro zu Buche schlagen.
Die Preise für Top-Spiele liegen bei circa 70 Euro. Sony will aber über das Playstation-Network auch wesentlich günstigere Titel zum direkten Download anbieten. Ebenso wird es reine Move-Titel geben, für die ein Motion-Controller und eine Eye-Kamera zwingend erforderlich sind. Nachfolgetitel bereits erhältlicher Spiele wie Echodrome, Little Big Planet oder Heavy Rain werden sowohl mit dem klassischen Playstation-Joystick als auch mit dem neuen Move-System spielbar sein.
Fazit: Es funktioniert
Das Playstation Move-System funktioniert in der Praxis sehr gut und setzt sich bei den Möglichkeiten und bei der Genauigkeit deutlich von Nintendos Wii ab. Weiteren Auftrieb dürften die ersten 3D-fähigen Titel liefern, die mit Playstation Move zusammenarbeiten. Erfreulicherweise bleiben auch die Preise für die erforderliche Hardware in vertretbaren Grenzen.
Microsoft verfolgt mit Kinect einen ähnlichen Ansatz, verzichtet aber gänzlich auf irgendeine Form von Controller. Dies klingt auf den ersten Blick deutlich revolutionärer - ob es das wirklich ist, wird erst nach der Markteinführung beider Systeme feststehen. Konsolenspiele nähern sich jedenfalls immer näher der Realität an. Was bleibt ist die Frage, ob und wenn ja warum eine virtuelle Partie Tischtennis nun mehr Spaß macht als eine echte.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Sony Playstation, Sony Playstation 3 und Sony Playstation Move.
