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Pentax Optio W90 im Test: Outdoor-Kamera für die harte Tour
Sechs Meter Tauchtiefe, 1,2 Meter Fallhöhe, bis minus zehn Grad einsatzbereit

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Harte Schale und weicher Kern: Die Pentax Optio W90 taucht bis zu sechs Meter tief und übersteht Stürze aus bis zu 1,2 Metern Höhe. Doch die Technik im Inneren der Outdoor-Kamera kann im Test nicht überzeugen.

Die robuste Outdoor-Kamera Optio W90 von Pentax bietet sich als Begleiter für Abenteuer- und Trekking-Touren in Sommer und Winter sowie für die ersten Foto-Experimente von Kleinkindern an. Der wasserdichte Fotoapparat übersteht nämlich Stürze unbeschadet und soll auch bei Minusgraden noch einwandfrei funktionieren.

Wasser, Schnee und Stürze sind kein Problem

Pentax hat das Gehäuse der Optio W90 so konstruiert, dass die Kamera dem Wasserdruck in einer Tiefe von sechs Metern standhält. Auch Stürze aus bis zu 1,2 Metern verkraftet das Outdoor-Modell dank spezieller Schutzpolsterungen an den Gehäusekanten. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sollen der W90 ebenfalls nichts anhaben können. Während die Betriebstemperatur der meisten Digitalkameras bei Null Grad beginnt, soll das Gerät von Pentax bis zu minus zehn Grad vertragen können.

Als Bildsensor verwendet Pentax bei der Optio W90 einen Standard-CCD-Chip mit einer Fläche von 1/2,3 Zoll, der Fotos mit einer maximalen Auflösung von 12,1 Megapixeln liefert. Bei Videos schafft er eine HD-Auflösung.

Das Objektiv der W90 verfügt über einen fünffachen Zoom. Umgerechnet ins Kleinbildformat entspricht die Brennweite 28 bis 140 Millimetern. Um die Linse herum sind drei LED-Leuchten angeordnet, die bei Makroaufnahmen das Motiv erhellen. Seine Brennweite verändert die Optik sehr schnell, der Autofokus arbeitet dagegen deutlicher langsamer und benötigte im Test bis zu einer Sekunde, um ein Motiv scharf zu stellen.

Entscheidet sich der Nutzer für die Motivprogrammautomatik der Optio W90, wählt diese aus 20 abgespeicherten Einstellungen für bestimmte Aufnahmesituationen die ihrer Meinung nach passendste aus. Dazu gehört auch ein Motivprogramm für Unterwasseraufnahmen. In der Programmautomatik kann der Fotograf einige Einstellungen wie den Weißabgleich oder die Lichtempfindlichkeit festlegen. Die Gesichtserkennung hilft dabei Personen ins rechte Licht zu rücken.

Pentax Optio W90 im Test

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Mit dem Karabinerhaken soll der Nutzer die Kamera befestigen - er stört jedoch bei der Benutzung.

Der 2,7 Zoll große Bildschirm im 16:9-Format auf der Rückseite der Optio W90 verfügt über eine niedrige Auflösung von rund 230.000 Pixeln. Nimmt der Fotograf Bilder bei voller Auflösung im 4:3-Format auf fällt das Sucherbild vergleichsweise klein aus. Aufgrund der wasserdichten Doppelverglasung spiegelt der Monitor vergleichsweise stark. Die Blickwinkel liegen nur bei rund 110 Grad. Für die Nutzung unter Wasser könnte die maximale Helligkeit noch höher ausfallen.

Bedienung unter Wasser

Die Bedienung der Pentax Optio W90 gestaltet sich größtenteils unkompliziert. Der Fotograf erreicht alle Bedienelemente mit den Fingern seiner rechten Hand. Die Tasten verfügen über deutliche Druckpunkte, die auch unter Wasser zu spüren sind.

Das Vier-Wege-Steuerkreuz dient zur Navigation durch die Menüs und zur Auswahl der Einstellungen. Der Fotograf ruft darüber zudem die Einstellungen zu Selbstauslöser, Blitzlicht und Fokusart sowie die Übersicht der Aufnahmeprogramme direkt auf.

Die grüne Taste kann der Nutzer mit einer Funktion aus einer vorgegebenen Liste belegen und so weitere Einstellungen schnell erreichen. Über die weiteren Knöpfe gelangt der Fotograf ins übersichtliche Hauptmenü mit seinen zwei Untermenüs, ruft die Bildwiedergabe auf oder wechselt zwischen Gesichtserkennung und Lächelautomatik.

Trübe Sicht auch über Wasser

Trotz des Standard-Bildsensors erreicht die Pentax Optio W90 nur eine unterdurchschnittliche Bildqualität. Die Farben wirken blass, die Kontraste sind nicht besonders ausgeprägt und die Detailgenauigkeit leidet unter schwammigen Konturen.

Zudem lässt sich bereits bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 160 ein Bildrauschen auf den Fotos in Originalgröße erkennen. Aufnahmen die der Nutzer auf ein Viertel der ursprünglichen Größe verkleinert eignen sich bis ISO 400 immerhin noch zum Versand per E-Mail oder zum Einstellen in soziale Netzwerke. Ab ISO 800 fallen die Störungen auch hierfür zu stark aus.

Pentax Optio W90 Testbilder

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Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 400, Blende 3.8, 1/50 Sekunde.

Der schlechte Eindruck der Fotos setzt sich bei den HD-Videos mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln fort. Selbst bei hellem Tageslicht tritt ein Bildrauschen auf, durch das Details, Farben und Konturen verloren gehen. Bei sehr hellen Punkten im Bild tritt zudem ein Blooming-Effekt auf, der das Licht als Strahl über die gesamte Aufnahme ausdehnt.

Der automatische Weißabgleich arbeitet langsam und der Nutzer kann während der Filmaufzeichnung die Brennweite nicht verändern. Die W90 liefert bei Videos einen sehr gut verständliche Ton, der aber nicht das schlechte Bild ausgleicht.

Spezial-Verriegelungen für Anschlüsse und Einschübe

Von einer Metallverblendung auf der Vorderseite abgesehen, besteht das Gehäuse der Pentax Optio W90 aus Kunststoff. Es lässt keine Zweifel daran aufkommen, dass die Kamera die versprochene Tauchtiefe und Fallhöhe unbeschadet übersteht. Die W90 lässt sich dank der kleinen Erhebung auf Front gut greifen, unter Wasser sollte der Fotograf zur Sicherheit trotzdem die Handgelenkschlaufe verwenden.

Der mit der Optio W90 ausgelieferte Karabinerhaken mag zwar optisch ansprechend sein, befindet er sich allerdings an der Kamera lässt sie sich schlecht halten. Verriegelte und zusätzlich abgedichtete Abdeckungen schützen die Schächte für den Lithium-Ionen-Akku und die SD- oder SDHC-Speicherkarte vor eindringendem Wasser. Gleiches gilt für Mini-HDMI-Anschluss sowie den kombinierten USB- und AV-Anschluss.

Fazit: Harte Schale, weicher Kern

Die Pentax Optio W90 beeindruckt mit ihrer Stabilität und Robustheit. Doch auch für eine Outdoor-Kamera spielt die Bildqualität eine sehr wichtige Rolle - und hier liegt die W90 deutlich hinter den meisten anderen Kompaktkameras. Da bleibt eigentlich nur der Blick auf Konkurrenzmodelle wie der Olympus µ Tough-8010 oder der Panasonic Lumix FT2.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Pentax für die Optio W90 beträgt 329 Euro. Im Internet verkaufen Händler die Outdoor-Kamera derzeit bereits für rund 265 Euro.

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Harte Schale und weicher Kern: Die Pentax Optio W90 taucht bis zu sechs Meter tief und übersteht Stürze aus bis zu 1,2 Metern Höhe. Doch die Technik im Inneren der Outdoor-Kamera kann im Test nicht überzeugen.

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Pentax Optio W90 im Test: Outdoor-Kamera für die harte Tour
Wie es sich für eine Outdoor-Kamera gehört ist die Pentax Optio W90 wasserdicht und übersteht Stürze sowie Minusgrade. Trotzdem hinterließ die Kamera im Test keinen positiven Gesamteindruck.
http://www.netzwelt.de/news/83343-pentax-optio-w90-test-outdoor-kamera-harte-tour.html
2010-07-14 15:25:22
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/iphone920.jpg
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