Erfolgreicher Nutzerprotest
Klarnamen bei World of Warcraft: Hersteller Blizzard rudert zurück
World of Warcraft-Hersteller Blizzard wollte seine Spielergemeinde zwingen, ihre echten Namen in Internet-Foren des Unternehmens preiszugeben. Doch der Plan mißlang: Nach Nutzerprotesten ruderte Blizzard zurück.
Der Einsatz der World of Warcraft-Fangemeinde hat sich gelohnt. Wie aus einem abgesetzten Forumseintrag von Mike Morhaime, Chef des Online-Rollenspiel-Herstellers, hervorgeht, zieht das Unternehmen seine Pläne, Einträge nur mit der echten Identität des jeweiligen Nutzers zu ermöglichen, zurück.
Den Zwang zum Klarnamen hatte Blizzard in der vergangenen Woche bekannt gegeben und damit für Ärger unter den World of Warcraft-Fans gesorgt. Die Nutzer sahen ihre Privatsphäre bedroht. Einige von ihnen wollten Blizzard sogar Lebewohl sagen.
Optionale Real-ID
Blizzard seinerseit begründete den Zwang mit einer Verbesserung der Kommunikation in seinen Foren. Wenn der Nutzer seine echte Identität preisgebe, sei der Umgang besser und die Unterhaltungen konstruktiver, so ein Blizzard-Mitarbeiter.
Der Hersteller hat seine Klarnamenfunktion jedoch nicht vollständig beseitigt. Stattdessen gibt es nun die Option, die Real-ID genannte Preisgabe der Identität zu nutzen. Morhaime glaubt, dass Real-ID einen besseren Platz für Gamer biete, um mit echten Freunden und Familienmitglieder in Verbindung zu bleiben, während sie Blizzard-Spiele nutzen.
Soziale Netzwerke setzen auf Klarnamen
Klarnamen in Online-Foren waren lange Zeit tabu im Internet. Verwendet werden stattdessen gerne Pseudonyme. Das hat datenschutzrechtliche Gründe und entspricht auch der vielfältigen Rollenaufteilung im Alltag. Ein Bankmanager verhält sich in seinem Unternehmen schließlich anders als im World of Warcraft-Forum.
Aufgelöst wird diese ungeschriebene Regel aber zunehmend durch soziale Netzwerke wie Facebook. Diese beruhen auf Identifikaton durch den Klarnamen. "Facebook ermöglicht dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen", steht auf der deutschen Startseite des sozialen Netzwerks. In einer aktuellen netzwelt-Umfrage sprach sich die große Mehrheit der Teilnehmer gegen Klarnamen in Internet-Foren aus.


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Beiträge
insgesamt 2 BeiträgeWenn es jeder wissen würde, hätten einige Webseiten keinen Erfolg.
Bei den Suchtis macht es doch keinen Unterschied ob Klarname oder nicht. Haben kein RL und somit kennt sie auch keiner :rofl: Spass beiseite, jeder sollte selber Wissen was er im Internet von...