Asianux ist eine Distribution, die von den führenden Linux-Spezialisten in Asien gemeinsam entwickelt wird.

Asianux: Linux aus dem fernen Osten

Asianux: Linux aus dem fernen Osten Nachdem der Computer bekanntlich in Europa erfunden wurde, haben Unternehmen aus den Vereinigten Staaten die Führung in der IT-Branche übernommen: Konzerne wie Apple, Microsoft, Oracle, Dell, IBM oder Hewlett Packard dominieren den Markt. Alleine im Bereich der Hardware konnten sich einige Konkurrenten wie Samsung oder Acer eine gute Position erarbeiten - bei der Software gab es bislang aber kaum nennenswerte Bewegung.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Zusammenschluss vieler Distributoren
  2. 2Download und Installation: Asianux 3
  3. 3Paritionen und der Bootloader GRUB
  4. 4Alles oder nichts: Auswahl der Pakete
  5. 5Kernel, KDE und Linux Standard Base
  6. 6Asianux auf herkömmlichen Büro-PCs
  7. 7Fazit

Das soll jetzt anders werden: Wenn es nach dem Wunsch der größten Linux-Distrubutoren Asiens geht, soll Asianux nicht nur gegen die etablierten Linux-Systeme von Suse, Red Hat und Canonical antreten, sondern auch die Vorherrschaft von Windows endlich brechen. Da alleine der chinesische Projektpartner eine potentielle Zielgruppe von mehr als einer Milliarde Menschen erreicht, hat Asianux durchaus gute Chancen.

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Zusammenschluss vieler Distributoren

Asianux ist kein Produkt eines einzelnen Unternehmens sondern wird von den wichtigsten Distributoren gemeinsam entwickelt: Mit dabei sind Miracle Linux aus Japan, Haansoft aus Südkorea, WTEC aus Thailand und VietSoftware aus Vietnam. Angeführt wird Asianux von Red Flag Software aus China, die sogar die Regierung in Peking unterstützt. Am 05.07. hat Enterprise Technology aus Sri Lanka bekanntgegeben, ebenfalls mitzuarbeiten.

Das Konzept hinter Asianux ist recht einfach: Die Partner koordinieren ihre Entwicklung, um eine gemeinsame Linux-Distribution zu entwickeln. Diese dient dann wiederum als Vorlage für die Distributoren, mit der sie eine an ihre Kunden angepasstes Linux bauen können. Die Zusammenarbeit spart nicht nur Ressourcen, sondern sichert auch die Interoperabilität von Software für alle Linux-Systeme auf Basis von Asianux.

Die Idee zu Asianux ist nicht ganz neu: Ab 2002 bis Ende 2004 arbeiteten die Unternehmen Suse, Caldera, Conectiva und Turbolinux am sogenannten United Linux. Am Ende ist das Projekt an den juristischen Auseinandersetzungen mit SCO (früher Caldera) gescheitert. Da Asianux schon seit 2005 durchhält, meinen es die Partner wohl wirklich ernst. 

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge

Glaube auch, gerade in asiatischen Ländern wird sich da eine große und engagierte Community bilden können - wenn die Leute von dem Konzept überzeugt sind. Glaube da liegt auch der Hase begraben. Dadurch dass es...

ich glaube um community braucht man sich in asien keine sorgen machen... interessanter ist das qualitätsargument. mir scheint, keine einzige linuxtypische schwäche wurde angegangen. von einem asiatischen...

Ich traue den Asiaten ja wirklich viel zu aber einfach mal gegen die über Jahrzehnte gewachsene Community hier in Europa und USA anzukommen halte ich für sehr unwahrscheinlich. Man bedenke das Debian auch erst...

Dem Artikel nach zu urteilen gut für Server geeignet, auf dem Desktop aber zu kompliziert und für Einsteiger ungeeignet. Schade. Windows und Mac können Konkurenz gebrauchen. Besonders Konkurenz, die auf ungenierte...

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