Globales Server-Netzwerk für den schnellen Datenaustausch
Netzwelt-Wissen: Content Distribution Networks
In den Vereinigten Staaten bezeichnet der Slashdot-Effekt einen Bericht bekannter Medien über eine Webseite, durch den ein Mehrfaches der sonst üblichen Besucher eine Webseite aufrufen. Zuweilen bringt das sowohl private Blogs, aber auch ambitioniertere Projekte an die technische Lastgrenze: Webserver können nur eine bestimmte Zahl von parallelen Hits verkraften, danach tröpfeln die Daten im Schneckentempo zum Besucher-PC.
Inhaltsverzeichnis
- 1Server, Inhalte und die Nutzer
- 2Content Distribution Network
- 3Qualität, Rechte und Streams
- 4Level3, Akamai, HE und Mesh
- 5Bezahlbare CDNs im Einsatz
- 6Fazit
Bekannte IT-Riesen kämpfen permanent mit diesem Problem: Sobald Microsoft ein Update für Windows oder Office ins Netz stellt, laden sich dieses Millionen Rechner in nur wenigen Tagen herunter. Mit steigender Popularität von Videodiensten müssen auch diese mehr und mehr Datenvolumen durchs Netz befördern. Damit der Austausch reibungslos klappt, haben sich Anbieter von Content Distribution Networks auf Effizienz im Web spezialisiert.
Content Distribution Networks
Neben der Auslieferung von Inhalten betreibt Level3 auch ein eigenes Backbone und mehrere Rechenzentren.
Der größte Konkurrent Akamai wickelt über 15% des gesamten Internetverkehrs über sein CDN ab.
In der aufstrebenden IT-Macht China bringt China Cache Inhalte über ein CDN an über eine Milliarde Menschen.
Eine bezahlbare Alternative zu Akamai & Co. bietet Amazon mit CloudFront als Teil seines WebService-Portfolio.
Server, Inhalte und die Nutzer
Sobald Nutzer eine Webseite besuchen, müssen zahlreiche Dateien geladen werden: Jede HTML-Datei, jedes Bild und jedes Video erzeugt eine separate Abfrage über das Hypertext Transfer Protocol. Ältere Webserver öffnen für jede Abfrage einen eigenen Prozess, neuere Software führt jede Abfrage in Threads aus. Bei beiden Möglichkeiten kommen aber schnell mehrere Hundert parallele Anfragen zusammen, die viel Leistung benötigen.
Downloads und dynamische Skripte belasten Webserver noch stärker. Neben der Ladezeit für die Inhalte spielt beim Surfen auch die sogenannte Latenzzeit noch eine wichtige Rolle: Sie ist abhängig von der physischen Distanz zwischen dem Client und Server. Stehen sich beide Parteien sehr nahe, liegt sie zwischen 25 und 50 Millisekunden. Werden Webinhalte aber über Tiefseekabel geliefert, werden daraus schnell 250 Millisekunden.
