Kaufpreis beträgt 1,2 Milliarden US-Dollar
Hewlett-Packard: Palm-Übernahme abgeschlossen, Tablet soll kommen
Der Handy-Hersteller Palm gehört jetzt endgültig zu Hewlett-Packard. Das Unternehmen übernahm damit auch das mobile Betriebssystem WebOS. Hewlett-Packard will damit Palm-Smartphones und neue Tablet-Computer bestücken.
Der Computerriese Hewlett-Packard hat die Übernahme des Handyherstellers Palm abgeschlossen. Die Transaktion hat einen Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar. Hewlett-Packard hat Palm zu einem Preis von 5,70 Dollar je Aktie übernommen.
Hewlett-Packard ließ in einer Mitteilung zugleich wissen, dass das Unternehmen stärker in den Smartphone- und Tablet Computer-Markt investieren wolle. Dafür setzt Hewlett-Packard auf webOS, Palms mobiles Betriebssystem. "Palms innovatives Betriebssystem ist die ideale Plattform, um HPs mobile Strategie auszuweiten", sagte Todd Bradley, Chef der Personal Systems Group von Hewlett Packard vor kurzem.
Slate-PC und Netbooks mit webOS
So könnte Hewlett Packard die Palm Pre und Pixi-Produktlinie erweitern und seine iPaq-Geräte mit webOS aufwerten. Mit seinen Windows-Smartphones war Hewlett-Packard zuletzt nicht sehr erfolgreich gewesen.
Genaue Angaben zu einem möglichen Tablet-Computer machte Hewlett-Packard nicht. In der Pressemitteilung zur Übernahme hieß es aber: "Palm wird verantwortlich für die Entwicklung von webOS-Software und webOS-basierte Hardware sein, von einer Smartphone-Roadmap bis hin zu Slate-PCs und Netbooks."
Tablet mit Atom-Prozessor und 8,9 Zoll-Display
Zum Slate-Tablet von Hewlett-Packard waren vor rund zwei Monaten erste Details bekannt geworden. So soll der mobile Flachrechner über einen 1,6 Gigahertz schnellen Atom-Prozessor verfügen. Das 8,9 Zoll-große Display besitzt ersten Medienberichten zufolge eine Auflösung von 1.024 mal 600 Pixel.
Mit der Übernahme von Palm durch Hewlett-Packard berichtet der Palm-Chef Jon Rubinstein künftig an Todd Bradley. Rubinstein ist ein ehemaliger Apple-Manager und hatte unter anderem den MP3-Player iPod entwickelt.


Lange schon wurde spekuliert, wie lange sich der Smartphone-Hersteller Palm nach dem ausbleibenden Erfolg der beiden Mobiltelefone Palm Pre und Pixi noch halten kann. Nun kaufte Hewlett Packard das Unternehmen für 1,2 Milliarden US-Dollar auf und erhofft sich großen Erfolg mit dem Betriebssystem WebOS.
HP beendet das Slate-Projekt mit dem Betriebssystem Windows 7. Statt dessen soll jetzt WebOS zum Zuge kommen - schlechte Nachrichten für Microsoft, das gleichzeitig die Einstellung der Entwicklung am hauseigenen Tablet "Couriter" bekannt gab.
Nach dem Kauf von Palm will Hewlett Packard das Betriebssystem WebOS nun auch in Druckern einsetzen. Zudem veröffentlichte HP äußerst positive Quartalszahlen.
Schon mehrfach hatte Hewlett Packard einen eigenen Tablet-PC angekündigt, jedoch bislang alle Ideen wieder verworfen. Nun hat sich das Unternehmen den Namen "PalmPad" gesichert, was darauf hindeuten könnte, dass HP bald einen Tablet-PC mit dem Palm-Betriebssystem WebOS veröffentlicht und sich gegen an dem Apple iPad messen möchte.
Auf einer Entwickler-Konferenz in Aspen im US-Bundesstaat Colorado ließ HP-Vizepräsident Todd Bradley verlauten, dass der Tablet-PC Slate 500 von Hewlett Packard für Geschäftskunden auf den Markt kommen soll. Außerdem soll noch in diesem Jahr die nächste Version von WebOS erscheinen.
HP hat den wochenlangen Spekulationen ein Ende bereitet. Künftig wird das von Palm eingekaufte Betriebssystem WebOS in den Smartphones des Herstellers zum Einsatz kommen. Mobiltelefone mit Microsofts Windows Phone 7 wird es dagegen nicht geben. Lediglich ein Tablet-PC auf Windows-Basis wird von HP erscheinen.
Hewlett Packard wird auch künftig das Palm-Betriebssystem WebOS fortführen. Zusammen mit der Open-Source-Entwicklergemeinde soll das mobile Betriebssystem weiterentwickelt werden.




