Firefox ist unternehmensfähig

Browser: IBM steigt auf Firefox um

Browser: IBM steigt auf Firefox um Der Mozilla-Browser Firefox, Liebling der deutschen Heimanwender, kommt zu höchsten Ehren. Der IT-Gigant IBM macht den Browser zum "Default Browser" auf allen Mitarbeiter-PCs. Das gab IBMs Software-Stratege Bob Sutor (Vice President, Open Source und Linux, SWG) bekannt. Laut Blog hat IBM mehr als 400.000 Mitarbeiter weltweit.

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Der Firefox sei jetzt "Enterprise-ready", bereit für große Unternehmen, heißt es in der Mitteilung. Zur Begründung verweist Sutor gleich auf mehrere Vorzüge von Firefox. Der Browser sei innovativ und sicher und werde von einem internationalen Expertenteam ständig weiterentwickelt. Noch wichtiger ist, dass Firefox laut Bob Sutor erstaunlich kompatibel zu Webstandards ist. Das passe gut zur IBMs Strategie der offenen Standards und der Interoperabilität. Außerdem ist der Mozilla-Browser ein Open-Source-Produkt und gehört keinem einzelnen Unternehmen. Für Sutor ist Firefox sogar der "goldene Standard" für einen Browser, der Webstandards beachtet und offen programmiert ist.

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Firefox passt zu Cloud Computing

Ein weiterer Grund ist IBMs Vorliebe für Cloud Computing. Die dafür nötige Technik vermarktet der Konzern bereits in Form von Servern, Software-Lösungen und Dienstleistungen. Da passt auch der an offenen Standards orientierte Mozilla-Browser gut ins Konzept.

Daneben sei Firefox erweiterbar und könne auf einzelne Applikationen angepasst werden. Das ist allerdings auch mit Microsofts Internet Explorer 7 oder 8 möglich. Microsoft bietet hierfür ein Internet Explorer Administration Kit (siehe Weblinks). Erweiterungen für den Internet Explorer kann der Nutzer in einer "Add-on Gallerie" herunterladen.

Microsoft ist unbeliebt bei IBM

Aber Microsoft-Programme sind bei IBM-Managern nicht sehr beliebt. Die Mitarbeiter sind angehalten, bevorzugt hauseigene Programme wie den E-Mail-Client Lotus Notes oder die Bürosuite Lotus Symphony zu nutzen. Im Herbst 2009 hatte sogar eine Meldung die Runde gemacht, wonach IBM Microsofts Office von allen Arbeitsplatz-PCs verbannt hätte. Was nicht ganz stimmte. Wo nötig, arbeiten die IBMer immer noch mit dem Büropaket der Konkurrenz. Aber eben nur, wo nötig.

Ganz ähnlich wird es in den IBM-Büros wohl beim Thema Browser zugehen. Die Mitarbeiter werden deshalb zwar wohl nicht gezwungen, aber laut Sutor "stark ermuntert", den Mozilla-Browser einzusetzen.

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