Überblick: Konkurrenz für das iPad
Schirm drehen - Convertibles von Lenovo und Asus
Zwei zusätzliche Alternativen zum iPad kommen von Lenovo und Asus: Beide Hersteller haben ihre Netbooks mit einem drehbaren Bildschirm ausgestattet, der mit seiner Rückseite auf die Tastaturfläche klappen kann - und das Netbook damit als Tablet nutzbar wird.
Für einen Straßenpreis von etwa 400 Euro gibt es heute schon das Lenovo IdeaPad S10-3T mit einem 10,1-Zoll-Touchscreen und Intel Atom-Prozessor mit 1,6 Gigahertz. Das Gerät glänzt vor allem durch seinen großen Speicher: Lenovo hat eine volle 250-Gigabyte-Festplatte eingebaut, die allerdings noch nach alter HDD-Technik arbeitet und somit anfällig für Erschütterungen ist.
Das S10-3T kommt mit vorinstalliertem Microsoft Windows 7 Home Premium, kann aber auch mit einem speziellen Internet-Linux hochgefahren werden. Das Tablet besitzt eine 1,3-MP-Kamera und Bluetooth sowie Wireless LAN nach 802.11-b/g.
Fast identische Bauteile hat Asus in den EEE PC T101MT eingebaut: Die Intel Atom-CPU mit 1,3 Gigahertz treibt Windows 7 an. Als Massenspeicher dient eine 32 Gigabyte große SSD-Festplatte, die mehr mechanischen Einflüssen als das Lenovo-Gerät aushalten kann. Zwar kann das T101MT auch im Wireless-N-Standard funken, die Webcam schafft dafür nur magere 0,3 Megapixel - Fotos lassen sich damit nicht vernünftig erstellen. Mit einem Preis von 430 Euro und zwei statt einem Jahr Garantie ist das T101MT dennoch attraktiv gegenüber dem IdeaPad.
ModBook: Das exklusivere iPad
Bis das iPad im Handel war, hatte das kleine Unternehmen Axiotron aus Toronto die besten Chancen, als Tablet-Hersteller bei Mac-Nutzern Fuß zu fassen. Der Hersteller baut MacBooks zu einem vollwertigen Tablet um: Entweder können Kunden ein eigenes Gerät einsenden oder Axitron baut das ModBook mit einem neuen MacBook - beide Varianten sind mit 900 beziehungsweise 1850 Dollar nicht ganz billig.
Bei Gravis kostet das ModBook stolze 2246 Euro. Dafür kann es nicht einmal richtiges Multitouch: Die Bedienung erfolgt mit einem Stift, die Finger erkennt das ModBook nicht. Das Produkt ist für deutsche Kunden heute lediglich dann interessant, wenn sie ein vollwertiges MacBook mit dem großen Betriebssystem MacOS X 10.6 benötigen und mit Einschränkungen von iOS nicht leben können.
Fazit
Die oben vorgestellten Tablets zeigen, dass sich schon heute eine ganze Reihe von Geräten nicht vor dem iPad verstecken müssen. Wo aussichtsreiche Konkurrenten wie der Dell Streak oder das HP Slate noch in den Startlöchern stecken, haben JooJoo und WebStation schon einen kleinen Marktanteil erobert. Spannend wird es für die Netbook-Hersteller wie Asus, die mit neuen Produkten zeigen müssen, dass sie gegen den Trend zu Tablets bestehen können. Die drehbaren Bildschirme der Netbooks sind ein Vorgeschmack darauf, was Deutschland im Weihnachtsgeschäft erwartet: Noch innovativere und günstigere Tablets.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Apple iPad. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Apple iPad. Zusätzlich haben wir zu diesem Thema folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Apple MacBook und Tablet-PC.
