Ricoh GXR mit P10-Modul im Test: Systemkamera für schnelle Motive
Umfangreiche Bedienung lässt sich erlernen
Die Bedienung der Ricoh GXR erfolgt überwiegend mit der rechten Hand. Seine linke Hand benötigt der Fotograf nur, um der Kamera Stabilität zu verleihen, den Blitz zu öffnen oder das "Direct"-Menü aufzurufen. Dieses stellt nur eine von drei Bildschirmoberflächen dar, auf denen der Nutzer Einstellungen verändern kann. Fünf frei programmierbare Eigenschaften erscheinen zum Verstellen, wenn der Fotograf das Adjust-Rädchen eindrückt. Im Hauptmenü stehen neben den Aufnahme- auch zahlreiche Grundeinstellungen zur Auswahl.
Anfangs verwirrt diese Fülle an Bedienoberfläche, mit der Zeit greift jeder Nutzer jedoch nur auf die Varianten zurück, die im die schnellste und einfachste Bedienung erlauben. Zusätzlich kann der Fotograf zwei Bereiche des Vier-Wege-Steuerrings frei mit ihm wichtigen Funktionen belegen.
In der Serienbildfunktion nimmt die Kamera bis zu fünf RAW-Bilder in der Sekunde auf. Aktiviert der Nutzer die M-Plus-Funktion nimmt der Fotoapparat so lange Bilder auf, bis der Fotograf den Auslöser los lässt. Je nach Einstellung speichert die GXR dann 15 Bilder der letzten drei oder 26 Bilder der letzten 0,9 Sekunden ab.
Fotos ohne Verzögerung verspricht die Schnappschuss-Funktion. Um sie zu nutzen muss der Fotograf nur den Auslöser komplett herunter drücken und so den Autofokus übergehen. Die Entfernung in welcher Motive scharf erscheinen muss der Nutzer allerdings vorher festgelegt haben.
Die meisten Tasten und Rädchen weisen angenehm klare Druckpunkte auf, wobei die Zoomwippe und der Auslöser die unrühmlichen Ausnahmen bilden. Sie könnten dem Nutzer deutlichere Rückmeldungen über erfolgte Eingaben geben. Das Moduswahlrad ist durch eine Halterung gesichert. Diese lässt sich mit einer Hand problemlos durch Herunterdrücken eines kleinen Stifts entriegeln.
Testbericht: Ricoh GXR
Ricoh stellt am heutigen Dienstag mit der GXR seine erste Systemkamera vor. Im Gegensatz zu Modellen anderer Hersteller wechselt der Nutzer bei der kompakten Kamera nicht nur das Objektiv: Auf Wunsch verwandelt der Anwender das Gehäuse durch den Austausch des Moduls, das sowohl Linse als auch Bildsensor enthält, in eine völlig andere Kamera. ~ Jan Johannsen
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