Smartphones verbessern Lernleistung und Motivation
Studie: Handys gehören doch in die Schule
Richtig eingesetzt verbessern Handys im Unterricht die Lernleistung von Schülern und wirken sich sogar positiv auf das Klassenklima aus. Das hat eine wissenschaftliche Studie der Fachhochschule St. Pölten gezeigt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Steigert Lernleistung
- 2Motiviert
- 3Leichtere Teambildung
- 4Daneben lassen sich die Jugendlichen dank der Mobilität eines Handys auch zu körperlicher Aktivität animieren. Gerade diese Altersgruppe leidet oft unter Bewegungsmangel. So machten die 11- bis 16-jährigen Schüler in der Studie eine Rallye quer durch die Schule. Sie lösten Aufgaben an verschiedenen Stationen und arbeiteten sich durch direkte Eingabe von Daten per Handy von Aufgabe zu Aufgabe.
- 5Handys bald erwünscht
Handys sind in der Schule und vor allem im Klassenzimmer normalerweise unerwünscht. Dabei können sie einen wertvollen Beitrag für den Lernerfolg leisten, wie nun eine Feldstudie der Fachhochschule St. Pölten gezeigt hat. Diese hat untersucht, wie Smartphones in den Unterricht integriert werden können und welche Effekte dies auf den Unterricht hat.
Steigert Lernleistung
Das Ergebnis ist überraschend und viel versprechend. Die Nutzung von Smartphones im Unterreicht brachte vor allem zwei Vorteile: Die Schüler beschäftigen sich aktiver mit dem Stoff und durch die virtuelle und anonyme Zusammenarbeit bilden sich neue soziale Gruppen. Bereits die bloße Verwendung der Handys motivierte die Schüler, während sie spielerisch und effizienter lernten.
Motiviert
Als besonders überraschend bewerteten die Forscher einen anderen Effekt: Das Handy-Lernen wirkte sich positiv auf die Klassengemeinschaft aus. Denn die üblichen sozialen Probleme der Gruppenbildung entfielen, dadurch dass virtuelle Teams zusammenarbeiten. Normalerweise wollen Kinder nur mit bestimmten Mitschülern zusammenarbeiten. Durch die Handys konzentrierten sich die Schüler voll und ganz auf den Lernstoff, ohne mühsame und oft diskriminierende Teambildungs-Prozesse.
Leichtere Teambildung
"Jugendliche sind heutzutage so genannte Digital Natives", sagte Grischa Schmiedl vom Institut für Medieninformatik. "Das heißt, sie können besser mit Neuen Medien umgehen als mit analogen, wie zum Beispiel einem Lehrbuch." Dies sollte man sich in der Schule zunutze machen, findet sie. Zudem erfüllen Smartphones die wichtigsten Funktionen für das Arbeiten im Internet und die Jugendlichen haben diese immer dabei.
Daneben lassen sich die Jugendlichen dank der Mobilität eines Handys auch zu körperlicher Aktivität animieren. Gerade diese Altersgruppe leidet oft unter Bewegungsmangel. So machten die 11- bis 16-jährigen Schüler in der Studie eine Rallye quer durch die Schule. Sie lösten Aufgaben an verschiedenen Stationen und arbeiteten sich durch direkte Eingabe von Daten per Handy von Aufgabe zu Aufgabe.
Handys bald erwünscht
Daraus ergeben sich ganz neue Perspektiven für den Einsatz von Handys in der Schule. Denkbar wäre, dass die Jugendlichen mit dem Handy künftig einen Teil ihrer Hausaufgaben erledigen. Dies könnte wiederum Teamarbeit fördern, denn statt alleine zu Hause vor den Büchern zu sitzen, könnten die Schüler in Gruppen zusammenarbeiten. Allerdings ist hier der Kostenfaktor zu bedenken.
Andere pädagogische Einsatzmöglichkeiten von Computern und Spielen haben sich dagegen als weniger erfolgreich erwiesen. So bringen Gehirnjogging-Spiele oft wenig.

Ich werfe mich weg: Was haben die denn für ne Testgruppe genommen? So etwas unrealistisches habe ich noch nie gehört. Fakt ist: Schulstoff ist manchmal einfach öde. Bei einer Gruppenarbeit zum öden Stoff wird...
Genau... weil Schüler derartige Geräte prinzipiell auch überwiegend zum collaborativen Arbeiten und zur Recherche unterrichtsrelevanter Fakten nutzen. Man möchte den Verdacht hegen, dass die Forscher der...