Ein Programm für nahezu alle Instant Messaging-Dienste
Adium: Kostenloser Multi-Messenger für den Mac
Das kostenlose Adium gestattet das Chatten mit nahezu jedem verbreiteten und weniger verbreiteten Instant Messaging-Dienst unter Mac OS X. Das Programm bietet eine übersichtliche Tab-Ansicht, gestattet das Senden und Empfangen von Daten und bringt sogar eine Verschlüsselung mit. Mit Hilfe von Plug-ins erweitern Anwender das Programm um Videofunktionen oder Skype.

Inhaltsverzeichnis
- 1Installation und Programmstart
- 2Tab-Ansicht, Verschlüsselung, Daten senden
- 3Twitter, Skype und Video per Plug-in
- 4Fazit: Der Allrounder für den Mac
Auch Mac-Nutzer wollen chatten. Das Open-Source-Programm Adium erspart dem Anwender das Suchen nach Mac-Versionen der einzelnen Instant Messaging-Programme und deren Installation. Es bündelt unter anderem die Dienste ICQ, Windows Live Messenger, AOL Instand Messenger, Yahoo Messenger, Facebook Chat oder Google Talk. Die aktuelle Version von Adium benötigt Mac OS X 10.4 oder neuer.
Installation und Programmstart
Das Adium-Image belegt 21,3 Megabyte Speicherplatz. Nach dem Herunterladen der Datei erscheint das Installationsfenster, in dem der Anwender die grüne Ente mit der Maus in der Programmordner zieht. Anschließend richtet sich Adium selbst ein und belegt knapp 60 Megabyte Festplattenspeicher. Der Assistent hilft dem Anwender beim ersten Programmstart beim Einrichten der einzelnen Chat-Konten.
Tab-Ansicht, Verschlüsselung, Daten senden
Adium macht das gleichzeitige Chatten mit verschiedenen Personen und mehreren Chat-Diensten zum Kinderspiel. Für noch mehr Übersicht beim Online-Schnack mit mehreren Nutzern sorgt zudem die praktische Tab-Darstellung. Dadurch stellt Adium pro Dienst stets nur ein Fenster dar. Wird der Inhalt einer Unterhaltung mal besonders wichtig, schalten Anwender bei Bedarf eine Verschlüsselung ein.

Wie die eigenständigen Messaging-Programme gestattet auch Adium das Senden und Empfangen von Daten. Die gute Anbindung an Mac OS X beweist die Software durch die Zusammenarbeit mit dem Mac-Adressbuch des Nutzers. Hier gefundene Chat-Namen und -Nummern erkennt Adium und zeigt die entsprechenden Einträge nun mit dem richtigen Namen und dem eventuell zugeordneten Foto der Person an.
Twitter, Skype und Video per Plug-in
Wem die in Adium enthaltenen Chat-Funktionen nicht reichen, erweitert das Programm mittels Plug-ins um weitere Dienste. Auf der Adium-Homepage finden interessierte Nutzer unter anderem Erweiterungen für die Integration von Skype, Studi-vz, Twitter und sogar von Videotelefonie. Das Videotelefonie-Plug-in funktioniert dabei mittels Flash und einer leeren Internetseite. Für das Gespräch benötigt das Plug-in natürlich eine Webcam und ein Mikrofon. Dabei erkennt es auch eventuell vorhandene iSight-Cameras.
Fazit: Der Allrounder für den Mac
Das kostenlose Adium vereint nahezu alle verfügbaren Messenger. Für die Kommunikation auf mehreren Dienst-Platformen benötigt der Anwender demnach nur noch ein einziges Programm. Chattet ein Nutzer mit mehreren Kontakten gleichzeitig, öffnet das Open-Source-Programm einen neuen Tab statt je ein neues Fenster, das schafft Übersicht. Mit Plug-ins erweitern Anwender den Multi-Messenger um weitere Dienste und Funktionen.
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Eine Alternative stellt das ebenfalls kostenlose Trillian dar, das ähnlich viele Chat-Dienste bündelt und sogar mit Apples iPhone Hand in Hand arbeitet. Die Freeware befindet sich für Mac jedoch noch im Alpha-Status.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Mac OS X und Chat & Messenger.

Vielleicht sollte man im Artikel noch erwähnen, dass Adium auf dem gleichen Kern (libpurple) basiert wie Pidgin und diesem in Funktionsumfang und Look sehr nahe kommt. Ich nutze diese beiden Messenger jedenfalls auf...