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Mitsubishi HC 6800: LCD-Projektor-Lichtgestalt im Test
Extrem lichtstark, mittelmäßiger Kontrast

von Florian Friedrich Uhr veröffentlicht

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Mitsubishis LCD-Projektor HC 6800 zählt zu den lichtstärksten Full-HD-Projektoren auf dem gesamten Markt. Der 2.500 Euro teure Beamer produziert so kräftige Bilder, dass man sogar im taghellen Wohnzimmer Filme oder Sportübertragungen genießen kann. Wo seine anderen Stärken und Schwächen liegen, verrät der netzwelt-Test.

Mitsubishis LCD-Projektor HC 6800 zählt zu den lichtstärksten Full-HD-Projektoren auf dem gesamten Markt. Der 2.500 Euro teure Beamer produziert so kräftige Bilder, dass man sogar im taghellen Wohnzimmer Filme oder Sportübertragungen genießen kann.

Typisches Mitsubishi-Design: Der HC 6800 sieht seinem Bruder, dem HC 7000, zum Verwechseln ähnlich. Nur die Lackierung ist matt statt glänzend.

Technik und Ausstattung 

Der HC 6800 zählt zur Gruppe der extrem lichtstarken Beamer, laut Mitsubishi lassen die neuen D7-LCD-Panels 20 Prozent mehr Licht durch. Weiterhin vermied der Hersteller eine Streulichtblende, weil diese zu viel Licht schluckt. Beide Maßnahmen erklären die extreme Lichtstärke des HC 6800. Geblieben ist hingegen die regelbare Iris, die zwar bei dunklen Bildinhalten die Lichtausbeute in Grenzen hält, dafür aber ein tieferes Schwarz erzeugt und unerwünschtes Restlicht reduziert. Zudem sorgt eine dynamische Schaltung zur Kontrasterhöhung dafür, dass sich das Bild nicht verdunkelt.

Was die sonstige Ausstattung betrifft, ähnelt der HC 6800 dem teureren Bruder HC 7000 sehr stark - auch hier wurde der Reon-VX-Chipsatz von Silicon Optix für eine professionelle Videoverarbeitung verbaut. Der gelungene 2-D-Lens-Shift gehört in dieser Preisklasse nicht zum Standard, zumal dieser, wie auch Zoom und Fokus, motorisch gesteuert wird.

Neben zwei HDMI-Eingängen befindet sich auf der Rückseite auch eine vielseitig verwendbare VGA-Buchse. Sie kann neben PC-Signalen auch eine zweite YUV-Bildquelle verarbeiten.

Einfache Handhabung

Die Aufstellung und Einrichtung des Mitsubishi gestaltet sich dank der Pfeiltasten auf der Fernbedienung schön einfach: Die Projektionen lassen sich um bis zu 75 Prozent in der Bildhöhe nach oben oder unten verschieben, seitlich sind knapp fünf Prozent der Bildbreite möglich. Praktisch: Mit der Fernbedienung lassen sich auch die wichtigsten Bildparameter direkt aufrufen.

Zusätzlich hat der HC 6800 noch eine 1,6-fach-Zoomoptik eingebaut, die aus beinahe jeder Entfernung das Bild passend auf die Leinwand bringt. Nicht besonders begeistert ist netzwelt jedoch von der Schrittweite des Fokusmotors: Die Schritte sind zu groß und verstellen die Schärfe zu abrupt.

Erleuchtung: Berührt man die Tasten auf der Fernbedienung, leuchten sie kurz.

 Es werde Licht 

Im Farbmodus "Erhöhte Helligkeit" kommt der HC 6800 auf eine Lichtleistung von 1.260 ANSI-Lumen und erreicht somit fast die Herstellerangabe von 1.300 ANSI-Lumen. In der etwas dunkleren "Standard"-Einstellung wirken die Farben allerdings natürlicher, der Mitsubishi erreicht dann bei voller Lampenleistung aber "nur" 762 Lumen. Im Sparmodus sinkt die Leistung sogar auf 555 Lumen, wodurch sich aber die Lebensdauer der Lampe von 2.000 auf 4.000 Betriebsstunden erhöhen soll.

Doch keine Angst: Im Sparmodus kann man eine 2,3 Meter breite Leinwand belichten, mit voller Lampenleistung ist es sogar möglich, 2,75 Meter breite Tücher heller als im Kino erstrahlen zu lassen. Die Farben sind im Großen und Ganzen ausgewogen. Sein Farbraum schießt zwar bei Rot und Grün etwas übers Ziel hinaus, zeigt dabei aber keine allzu knalligen Bonbonfarben. Beim Kontrast schwächelt der auf Lichtstärke getrimmte HC 6800 allerdings ein wenig. An den großen Bruder HC 7000 kommt er lange nicht heran, da sein Im-Bild-Kontrast nur bei durchschnittlichen 1.000:1 liegt.

Bildqualität 

Der Silicon-Optix-Videoprozessor schafft es sogar, aus analogen Videosignalen ein Maximum an Bildqualität herauszuholen. Er verwandelt TV- und Kinobilder in stabile, flimmerfreie Vollbilder. Bildschärfe und Farbauflösung gelingen bereits per FBAS und S-Video einwandfrei, zu den besten Ergebnissen gelangt man allerdings bei YUV- und RGB-Videoquellen. Allerdings ist das zu blaustichige Schwarz nicht zu übersehen.

Bei hochauflösenden Signalen fällt auf, dass der Mitsubishi über HDMI keine ultraschwarzen Bildinhalte anzeigt. Bei messerscharfen Testbildern bemerkt netzwelt zudem an feinen Mustern eine dezente rötliche Einfärbung. Diese entsteht durch leichte Konvergenzabweichungen bei Drei-Chip-LCD-Projektoren und verringert den Schärfeeindruck.

Der HC 6800 zeigt - wie fast alle Drei-Chip-LCD-Projektoren - kleine Konvergenzfehler in ganz feinen Mustern. Grauflächen wirken aber homogen und weisen keinen Farbstich auf.

Bei Blu-ray-Zuspielung von Kinofilmen nehmen beim normalen Sehabstand aber nicht einmal die kritischsten Testeraugen Farbsäume wahr. Düstere Filme wie "Königreich der Himmel" sehen hingegen nicht optimal aus. Mit aktiver Iris erscheinen dunkle Passagen zwar mit scharfen Konturen, wirken dabei aber nicht sonderlich filmisch. Nach dem Deaktivieren der Iris verliert das Schwarz an Tiefe, die dezenten Farben in den Gesichtern der Kreuzritter verblassen. An die plastische Darbietung des hausinternen Konkurrenten HC 7000 kommt unser Testkandidat also nicht heran, dafür liefert er jedoch fast die doppelte Projektionshelligkeit.

Fazit: Viel Licht, wenig Schatten 

Der mittlerweile schon für rund 2.000 Euro im Internet erhältliche Mitsubishi HC 6800 eignet sich hervorragend für Großbildfans und Menschen, die auch gerne im hellen oder nur leicht abgedunkelten Raum Filme genießen wollen. Mit seiner einfachen Bedienung und seiner flexiblen Ausstattung empfiehlt sich der Allrounder auch für Anfänger. Lediglich Heimkinofreaks, die höchste Ansprüche an Kontrast und Tiefenwirkung stellen, sollten zu einem anderen Projektor greifen.

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Mitsubishis LCD-Projektor HC 6800 zählt zu den lichtstärksten Full-HD-Projektoren auf dem gesamten Markt. Der 2.500 Euro teure Beamer produziert so kräftige Bilder, dass man sogar im taghellen Wohnzimmer Filme oder Sportübertragungen genießen kann. Wo seine anderen Stärken und Schwächen liegen, verrät der netzwelt-Test.

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http://www.netzwelt.de/news/83111-mitsubishi-hc-6800-lcd-projektor-lichtgestalt-test.html
2010-06-18 17:54:02
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/typisches-mitsubishi-design-hc-6800-sieht-seinem-bruder-hc-7000-verwechseln-aehnlich-nur-lackierung-matt-statt-glaenzend-bild-netzwelt932.jpg
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