Freie Software von Microsoft: Open-Source beim IT-Giganten
Public License anerkannt von OSI
Natürlich kann freie Software auch unter der beliebten GNU Public License freigegeben werden, aber Microsoft möchte die Kontrolle über alle juristischen Aspekte genau im Auge behalten. Daher haben die Spezialisten in Redmond mit der "Microsoft Public License" eine eigene Open-Source-Lizenz entwickelt. Jedes Programm, das damit gekennzeichnet wird, muss mit seinem gesamten Quellcode kostenlos verfügbar sein.
Freie Software von Microsoft
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Bild vergrößern Microsoft ist die Open-Source-Szene sehr wichtig - das war aber nicht immer so. - Bild 2 von 7
Bild vergrößern Die Open Source Initiative hat die MS Public License als volle freie Lizenz anerkannt. - Bild 3 von 7
Bild vergrößern Bei CodePlex werden tausende Projekte auf Basis von Microsoft-Produkten gehostet. - Bild 4 von 7
Bild vergrößern Um die Entwickler zu begeistern, erscheinen auf Port25 Artikel zu Open Source. - Bild 5 von 7
Bild vergrößern Microsoft hat mit Novell einen Partner, der Mono als freien .NET-Klon entwickelt. - Bild 6 von 7
Bild vergrößern Singularity ist eine Konzeptstudie unter freier Lizenz aus den Forschungslaboren. - Bild 7 von 7
Bild vergrößern Mit Oxite hat Microsoft eine Blog-Software geschaffen, die konkurrenzfähig ist.
Neue Software darf Komponenten aus dem Quellcode für beliebige (nicht-)kommerzielle Zwecke nutzen, sofern das Ergebnis wiederum unter die Public License gestellt wird. Die Lizenz von Microsoft entspricht also recht genau der GNU Public License mit nur sehr geringen Abweichungen und wurde daher von der Open Source Initiative als vollständig freie Lizenz anerkannt, was für die Open-Source-Community sehr wichtig ist.
Daneben gibt es noch die "Microsoft Reciprocal License", die für Bibliotheken gedacht ist - sie entspricht praktisch der GNU Lesser Public License. Zwar liegt von solcher Software der Quellcode offen, neue Programme dürfen aber auch eine Closed Source bleiben.
CodePlex - Hosting für Entwickler
Um als signifikante Größe in der Open-Source-Community wahrgenommen zu werden, ist es unerlässlich für Microsoft, die Entwickler einzufangen. Jeden Tag wird neu entschieden, welche Programmiersprache für ein Projekt zum Einsatz kommt und wo dieses im Netz veröffentlicht wird. Zu einer der prominentesten Plattformen für Open-Source-Programme gehört SourceForge, dem Microsoft mit CodePlex Paroli bieten möchte.
Dort lassen sich seit Mai 2006 kostenlos Projekte hochladen, um diese dritten Personen zur Verfügung zu stellen. Großer Wert wird auch auf die Zusammenarbeit mit Entwicklern gelegt, die eigene Komponenten zu einem Projekt beitragen möchten: Hinter CodePlex steht der Microsoft Visual Studio Team Foundation Server, der eine komfortable Projekt- und Versionsverwaltung bietet. Die im Linux-Umfeld beliebte Subversion-Schnittstelle ist ebenfalls bei CodePlex-Projekten verfügbar. Jedes Projekt verfügt bei Bedarf über Wikis und eine Verwaltung von Bug- und Support-Tickets.
Die Plattform hat sich seit dem Start zu einer Sammelstelle für kleine und große Software rund um Microsoft-Technologien gemausert. Bei CodePlex werden auch recht bekannte Projekte wie DotNetNuke gehostet. Bei SourceForge stehen aber immernoch deutlich mehr Microsoft-Projekte in der Datenbank.






