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Freie Software von Microsoft: Open-Source beim IT-Giganten Microsofts Bemühungen bei der Open-Source-Gemeinde

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Schon oft hat der IT-Riese Microsoft die Open-Source-Szene seine Marktmacht spüren lassen. Trotzdem werden Linux und OpenOffice immer beliebter. Microsoft schaut da natürlich nicht untätig zu: Die Mitarbeiter in Redmond arbeiten längst an eigenen freien Programmen auf Open-Source-Basis.

Microsoft war über viele Jahre das wertvollste Technologieunternehmen der Welt, bis es vor Kurzem von Apple abgelöst wurde. Dennoch verfügt der Konzern über eine Marktmacht, die manchen Beobachtern unheimlich ist: Microsoft Windows ist auf praktisch jedem Rechner vorinstalliert und Microsoft Office ist und bleibt das beliebteste Paket für Büroarbeit - auch wenn die Preise für beide Systeme durchaus deftig sind.

Die Konkurrenz um das freie Linux-Betriebssystem erreicht zwar langsamer Marktanteile als erhofft, doch sie holt stetig auf: Mittlerweile bietet nicht nur der PC-Hersteller Dell die Möglichkeit, auf seinen Computern Ubuntu vorinstallieren zu lassen an. Das kostenfreie Office-Paket OpenOffice.org erfreut sich seit Version 3.0 immer größerer Beliebtheit. Bei den lukrativen Geschäftskunden ist Linux auf dem Server längst zur dominierenden Plattform herangewachsen.

Freie Software hält Kosten im Zaum

Dabei geht es bei freier Software nicht nur um die reinen Lizenzkosten, die oft nicht verlangt werden: Open Source ermöglicht es, dass Kunden und Partner leichter eigene Programme schreiben können, die an bestehende Software andocken - da der Quelltext offen liegt, kann jeder genau die Schnittstelle einsehen. Für viele Nutzer ist auch wichtig, dass Open-Source-Software tendentiell seltener von Sicherheitlücken betroffen ist.

Microsoft fährt im Bereich Open Source eine zweigleisige Strategie: Einerseits versucht der Konzern, mit Windows und Office neue Geschäftsfelder zu besetzen. Die Office Web Apps sind nur ein Teil dieses Plans. Auch günstige Einsteigerversionen für Schwellenländer zählen dazu. Gleichzeitig arbeiten die Entwickler in Redmond an eigener Open-Source-Software, um ein zweites Eisen im Feuer zu haben.

Dabei geht es um nicht weniger als das Überleben von Microsoft, wenn freie Software in den nächsten Jahren  immer mehr Nutzer begeistert - und Unternehmen stärker auf die Kosten achten. Noch hängt ein Großteil der Umsätze allerdings klar an Winows und Office.

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Kommentare zu diesem Artikel

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  • Thorben Kaufmann schrieb Uhr
    AW: Freie Software von Microsoft: Open-Source beim IT-Giganten

    Wer diesem "Unternehmen" irgend einen "guten Zweck" zugesteht, der sollte früher Aufstehen. Und wer glaubt, dass Microsoft irgendwann mal etwas "stabiles" auf die Beine stellt, der kennt wohl nur die Ergebnisse der Wurschtelei aus Redmont. Was soll man sagen: Echte Cracks arbeiten auch mal mit Microsoft-Produkten - wenn sie es denn müssen... Marktmacht! Und klar: .NET überzeugt natürlich! Aber auch nur, wenn man NICHT weiss, was stabil ist! Ich muss schon sagen: Auch wen dieser Artikel alt ist - so an der Realität vorbei kann man doch nicht denken, wenn man wirklich Ahnung hat, oder? Oder hat Microsoft für solch eine schräge Meinung gezahlt? Cheers! Cheers!
  • Markus Franz schrieb Uhr
    AW: Freie Software von Microsoft: Open-Source beim IT-Giganten

    @Alexander: Die Bezeichnung "stabil" ist Microsoft wie immer ein dehnbarer Begriff ;-) Singularity könnte aber wirklich ein tolltes System werden, da alle Programme in optimiertem Zwischencode dort ausgeführt werden - praktisch so, als wäre das System eine große Sandbox für .NET-Programme. Damit lassen sich laufende Prozesse per se deutlich besser kontrollieren.
  • Alexander Bohl schrieb Uhr
    AW: Freie Software von Microsoft: Open-Source beim IT-Giganten

    > Das System (Singularity) ist von Grund auf sicher und stabil, > da es auf .NET aufsetzt. - ohne Worte -
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Markus Franz
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