Roaming-Gebühren sinken ab 1. Juli

Mobilfunk: Telefonieren im Ausland wird billiger

Zum 1. Juli 2010 sinken die Preisgrenzen für mobile Anrufe im Ausland EU-weit auf 46 Cent pro Minute, beziehungsweise 17 Cent für ankommende Gespräche. Weitere Preissenkungen sind für Sommer 2011 vorgesehen. Diese gehen auf eine EU-Verordnung aus dem Jahr 2007 zurück.

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Viele wollen im Urlaub erreichbar sein, dank einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2007 sinken nun die Preise. (Foto: netzwelt.de)

Viele Reisende wollen auch im Ausland erreichbar sein, zum Beispiel um mit besorgten Verwandten oder Geschäftspartnern in Kontakt zu bleiben. Dies konnte bis 2007 unter Umständen ein recht teures Unterfangen sein. Seitdem macht sich die EU dafür stark, dass nicht unverhältnismäßig hohe Preise für das so genannte Roaming verlangt werden. Darunter versteht man unter anderem die Weiterleitung von Anrufen ins Ausland oder Gespräche aus dem Ausland nach Deutschland.

Derzeit dürfen laut EU-Regelung Anrufe ins Ausland maximal 51 Cent pro Minute kosten, eingehende Gespräche höchsten 23 Cent (inklusive Mehrwertsteuer). Zum 1. Juli sinken die Preisgrenzen dann erneut auf 46 Cent pro Minute, beziehungsweise 17 Cent für ankommende Gespräche. Eine weitere Preissenkung ist für Sommer 2011 vorgesehen. 

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13 Cent pro SMS

Auch für SMS sind Preisgrenzen festgelegt worden: Eine Kurzmitteilung aus dem Ausland kostet maximal 13 Cent (inklusive Mehrwertsteuer). Damit liegt der Preis sogar unter den im Inland üblichen 19 Cent.

Für Verbraucher klingt das positiv, dennoch kritisiert der Hightechverband Bitkom diese Regelung. Am Ende fehle den Unternehmen wegen solcher Preisdiktate das Geld für Investitionen in Netzausbau und -qualität. "Langfristig geht die Regulierungspolitik der EU am Interesse der Verbraucher vorbei", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. 

Auch beim Daten-Roaming gelten Preis-Limits. So dürfen Anbieter untereinander nicht mehr als einen Euro pro Megabyte berechnen. Diese Obergrenze wird schrittweise auf 80 Cent pro Megabyte im Jahr 2010 und 50 Cent pro Megabyte im Jahr 2011 abgesenkt.

Vorher 1,15 Euro pro Minute

Erst letzte Woche hatte der Europäische Gerichtshof die Verordnung als rechtmäßig bestätigt und darauf hingewiesen, dass die Roaming-Preise vor der Regulierung im Sommer 2007 überhöht waren. Damals betrug das durchschnittliche Entgelt 1,15 Euro pro Minute, was mehr als fünfmal soviel war wie die tatsächlichen Kosten für den Netzanbieter. Das Gericht wies darauf hin, dass es auf Märkten mit wirksamen Wettbewerb nicht zu einer solchen Verzerrung des Kosten und Preisen komme.

Günstige Tarife im Ausland in der Übersicht.

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