Sprachgewirr: Online-Übersetzungsdienste im Test

Messenger mit Übersetzungen 

Um die Funktion zu nutzen, müssen Anwender lediglich den Nutzer mtbot@hotmail.com als Kontakt hinzufügen. Sobald ein Gespräch mit dem virtuellen Assistenten beginnt, kann die Muttersprache über ein Kommando eingestellt werden: Dazu tippt man "tbot?" um eine Liste mit den verfügbaren Befehlen zu erhalten. Über die Zifferntasten kann das jeweilige Kommando ausgeführt werden, das stets vom TBot mit einer Bestätigung quittiert wird.

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Über 23 Sprachen stehen zur Wahl. Im Test wurden die meisten Sätze gut erkannt. Etwas schwer tat sich der TBot jedoch beim Weg vom Englischen ins Deutsche - wieder einmal. Richtig interessant wird TBot erst, wenn die Funktionen voll mit der üblichen Instant-Messenger-Kommunikation kombiniert werden: Gruppengespräche über TBot können so problemlos zwischen Personen stattfinden, die von der jeweils anderen Sprache keine Ahnung haben.

Auch Nutzer von Handys mit Windows Mobile und installiertem Live Messenger haben die Möglichkeit, über TBot schnell einmal unterwegs einen Satz nachzuschlagen. Das geht bisher so mit keiner anderen Software - selbst die Qualität von spezialisierten iPhone-Apps hängt deutlich hinter dem Microsoft Windows Live TBot hinterher. Schade, dass Microsoft aus dem vorhandenen Potential nicht mehr gemacht hat - eine automatische Übersetzung in den Office Web Apps oder gar Windows Live Mail brächte noch mehr Komfort. 

Sprachen über Twitter nutzen 

Bei dem Gedanken an TBot drängt sich geradezu die Frage auf, ob nicht auch anderen Diensten im Netz eine Übersetzungsfunktion gut zu Gesicht stünde. Allen voran wünschen sich das sicher Nutzer von Twitter, da hier mittlerweile mehr als die Hälfte der Tweets nicht mehr in Englisch abgesetzt wird.

Deutsch ist sowieso nur eine Sprache für Minderheiten dort. Mit Bordmitteln geht es bisher nicht, doch mittels TweeTrans können beliebige Kurzmitteilungen übersetzt werden. Dazu können Anwender zunächst die offizielle TweeTrans-Webseite nutzen: Sie melden sich dort mit Benutzer- und Passwort bei Twitter an und zwitschern direkt von der Seite aus.

Alternativ gibt es mit dem Konto @tweetrans einen Twitter-Account, der bei der Übersetzung hilft: Nutzer können diesen über eine Meldung anzwitschern und erhalten innerhalb weniger Sekunden die Antwort. Dabei sollte der Nachricht zum Beispiel "de2en" vorangestellt werden, um von Deutsch nach Englisch umzuschreiben. Im Hintergrund werkelt keine eigene Software, sondern der Google Translator. Die Qualität ist damit recht gut, auch wenn Google über TweeTrans nicht immer die Sprache des Ausgangstext erkennt - dafür sind Meldungen mit weniger als 140 Zeichen oft zu kurz. Auch gerne genutzte Abkürzungen wie PLS RT für bitte retweeten führen zeitweise zu bizarren Ergebnissen. 

Fazit

Noch immer sind die Suchkonzerne der Dreh- und Angelpunkt für Übersetzungen im Web. Immer mehr Dienste integrieren die Funktionen in die Ergebnisseiten und verwandte Drittanwendungen - das beste Ergebnis liefert hier eindeutig Google ab. An der Qualität hat sich sehr viel getan seit dem letzten Test im Jahre 2005 - die Ergebnisse sind jetzt bei praktisch jedem Dienst brauchbar. In Zukunft werden sich die Entwickler wohl mehr darauf konzentrieren, die automatische Übersetzung mit mehr Funktionen zu verknüpfen. Spannend sind heute schon Angebote wie der Microsoft TBot oder TweeTrans. 

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