Zusammen zweitgrößter Handy-Hersteller in Japan
Fushiba: Toshiba und Fujitsu führen angeblich Fusionsgespräche (Update)
Die Handysparten der beiden japanischen Elektronikhersteller Toshiba und Fujitsu fusionieren womöglich. Damit wollen sie sich in dem stark umkämpften japanischen Markt behaupten und Marktanteile in China sichern. Die Fusion soll noch in diesem Jahr erfolgen, berichtete die Financial Times mit Verweis auf informierte Quellen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Japanischer Markt gesättigt
- 2Sharp bleibt Nummer Eins
- 3Update vom 17. Juni 2010: Fusion offiziell bestätigt
Japanischer Markt gesättigt
Nach der Zusammenlegung wären die beiden Unternehmen der zweitgrößte Handyhersteller Japans. Auf dem globalen Markt wären sie allerdings immer noch ein Winzling, denn nur rund drei Prozent aller Handys weltweit werden von japanischen Unternehmen hergestellt.
Einen größeren Stellenwert auf den Markt nimmt die Fusion der Handysparte von Casio, Hitachi und NEC ein, die im September umgesetzt werden soll. Damit bleiben Japan nur noch fünf große Player im Handy-Markt. 2007 waren es noch zehn, berichtete die Financial Times.
Sharp bleibt Nummer Eins
Der Markt in Japan gilt als gesättigt, da jeder bereits im Schulalter ein Mobiltelefon besitzt. So sei in den letzten beiden Jahren der Absatz neuer Modelle um 40 Prozent gesunken. Kleine Unternehmen haben Probleme, die Entwicklungskosten zu stemmen. Zudem drängt ausländische Konkurrenz wie Apple auf den Markt.
Platz eins in Japan nimmt derzeit mit 26 Prozent Marktanteil unangefochten Sharp ein, gefolgt von Panasonic mit 15 Prozent und NEC Casio mit 14 Prozent. Zusammen kommen Toshiba (15 Prozent) und Fujitsu (3,7 Prozent) auf 18,7 Prozent, schreibt das Handelsblatt.
Update vom 17. Juni 2010: Fusion offiziell bestätigt
Fujitsu und Toshiba haben heute mit einer offiziellen Erklärung die Fusion ihrer Mobiltelefonsparte besiegelt. Demnach wird Toshiba seine Handy-Sparte in ein neues Unternehmen auslagern, das am 1. Oktober dieses Jahres gegründet werden soll. Fujitsu wird die Mehrheitsanteile an dieser Firma kaufen.
Beide Unternehmen erhoffen sich dadurch, ihre Entwicklungskapazitäten sowie ihre Produktivität zu verbessern. In einer Mitteilung schrieben Fujitsu und Toshiba, dass sie damit die Marktführerschaft auf dem japanischen Handy-Markt anstreben. Derzeit ist Sharp Nummer 1 in Japan. Der endgültige Vertrag soll Ende Juli unterzeichnet werden.
