Kräftiger Klang, beschränkte Ausgangsleistung

Yamaha RX-V 765: 600-Euro-Receiver im Test

Mit dem 600 Euro teuren RX-V 765 scheint Yamaha der große Wurf in der unteren Mittelklasse bei AV-Receivern gelungen zu sein. Mit einer Ausnahme: Die Verstärkerleistung von vier Ohm fällt arg schwachbrüstig aus. Klang, Ausstattung und Design überzeugen hingegen. 

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Schickes, aufgeräumtes Design, neue Farbgebung: Yamaha hat das Silber bei der neuen Gerätegeneration so abgestimmt, dass es auch zu den Geräten der meisten anderen Hersteller passt. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ausstattung: 7.1-Vorverstärkerausgang – ein echtes Highlight  
  2. 2Einmessung und Handhabung 
  3. 3Klangqualität 
  4. 4Fazit: Klanggigant mit Muskelschwund  
  5. 5Wo andere Receiver die Muskeln spielen lassen, gibt der Yamaha RX-V 765 klein bei: Seine Ausgangsleistung an vier Ohm ist im Vergleich mit Mitbewerbern zu beschränkt. Überlisten kann man den sehr gut klingenden Receiver, indem man die Acht-Ohm-Stellung wählt - dann geht allerdings die Garantie flöten, falls es zu einem Defekt kommt.  

Ausstattung: 7.1-Vorverstärkerausgang – ein echtes Highlight  

Applaus für Yamaha: Der japanische Konzern ist einer der wenigen, der AV-Receivern in dieser Preisklasse einen vollständigen 7.1-Vorverstärkerausgang spendiert. Das macht den Anschluss hochwertiger Endstufen möglich und gehört normalerweise erst in der Preisliga um 1.000 Euro zum Standard. Dafür skaliert der RX-V 765 keine HDMI-Videosignale, wandelt aber analoges Video in HDMI. Letzteres beherrscht er zwar solide, doch das De-Interlacing, also die Umwandlung von Halbbildern in Vollbilder, lässt zu wünschen übrig. Deshalb sollte man diesen Job lieber vom angeschlossenen Display oder Beamer erledigen lassen. 

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Highlight auf der Rückseite ist der 7.1-Vorverstärkerausgang, der rechts unten sitzt. (Bild: netzwelt))   
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Mit vier HDMI-Eingängen, die sich allesamt auf der Rückseite befinden, bekleckert sich der Yamaha nicht gerade mit Ruhm, liegt aber im Soll - auch für größere Gerätefuhrparks. 

Einmessung und Handhabung 

Das Einmesssystem namens YPAO funktioniert tadellos und macht auch Anfängern den Einstieg in die komplexe Heimkinotechnik leicht. YPAO stellt Pegel, Verzögerungszeiten und Trennfrequenzen für alle Kanäle präzise ein und versucht zudem, mit einem Equalizer das akustische Verhalten von Boxen und Raum zu optimieren. Ob das wirklich klangliche Vorteile bringt, muss jeder für sich selbst ausloten. Das Potenzial dazu hat das System unserer Meinung nach.

Da der RX-V 765 über "Extra-Speakers"-Buchsen verfügt, genießt sein Besitzer große Flexibilität bei der Verwendung der Surround-Back-Endstufen. Denn hier kann man wahlweise die Lautsprecher für die Zone 2 oder Presence-Boxen für den vom Yamaha-DSP erzeugten Höhenkanal anschließen. Alternativ ist es auch möglich, die Verstärker zum Bi-Amping für die Frontlautsprecher zu nutzen. 

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Übersichtlich und designtechnisch anspruchsvoll, aber nicht ganz vollständig: Der Fernbedienung fehlen einige wichtige Funktionen, zum Beispiel die Einstellung der Kanalpegel. (Bild: netzwelt)

Nicht ganz glücklich ist netzwelt über ein paar kleine Ungereimtheiten bei der Bedienung. So kann man beispielsweise die Kanalpegel während der Wiedergabe nicht über die Fernbedienung korrigieren, sondern nur am Receiver selbst. Beim Aktivieren der Surround-Back-Lautsprecher muss man sich zudem auf die Automatik verlassen, weil dies per Hand nicht möglich ist. 

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