Trümmer stürzen ins Meer
Südkorea: Rakete unmittelbar nach Start explodiert
In Südkorea ist am heutigen Donnerstag, dem 10 Juni unmittelbar nach dem Start eine Trägerrakete explodiert, die einen Satelliten in die Erdumlaufbahn bringen sollte. Insgesamt hatten Russland und Südkorea rund 347 Millionen Euro in das Projekt investiert.
Bereits 137 Sekunden nach dem Start verlor die Kontrollbasis den Kontakt mit der Trägerrakete Naro. Das wird wahrscheinlich auch der Moment gewesen sein, als sie explodierte. Da sollte ihre Höhe bereits 70 Kilometer betragen, berichtet die Korea Times. Die Trümmerteile seien schließlich ins Meer gefallen, südlich der südkoreanischen Insel Jeju. Nun beginnt die Suche nach Ursachen und Verantwortlichen.
347 Millionen Euro verglüht
Damit verglühte das russische und südkoreanisches Projekt im Wert von rund 347 Millionen Euro. Der Forschungssatellit, der ebenfalls bei der Explosion zerstört wurde, sollte zur Überprüfung der Atmosphäre und Ozane eingesetzt werden. Bei den Bürgern Südkoreas wird bereits Kritik an dem kostspieligen Ziel eines eigenen Satelliten laut.
Bereits zweiter Versuch
Quellen zu Folge sei die Ursache womöglich der Hauptantrieb gewesen, der in Russland hergestellt wurde. Südkorea kooperiert in der Raumfahrt eng mit Russland, um die nahe gelegenen Staaten China, Japan und Indien einzuholen. Sollte sich herausstellen, dass Russland für die Explosion verantwortlich war, verlangt das Land wahrscheinlich von Russland die Bereitstellung einer neuen Rakete für einen dritten Versuch.
Beim ersten Anlauf im August 2009 gelang zwar der Start der Rakete, nicht aber die Abkopplung des Satelliten, um ihn in die Erdumlaufbahn zu bringen. Erfolgreich trat dagegen das Spaceshuttle Atlantis Ende Mai den letzten Flug ins All an.

Pisa-Studie lässt ebenfalls grüßen. Tschernobyl war/ist nicht in Russland, sondern in der Ukraine ;)
Und was lernen wir daraus? Russische Hardware ist eben Schrott. Tschernobyl lässt grüßen...
Son Pesch aber auch, den Satelliten hätten die Klimaforscher und Wetterfrösche dringend gebraucht. Ich hoffe, das noch mehr Nationen zusammenarbeiten um die Erforschung der Erde und ihrer Phänomene...