Soziale Plattformen sollen Rettung bringen

Second Life: Entlassungswelle bei Linden Labs steht bevor

Linden Lab, der Entwickler der virtuellen 3D-Welt Second Life, plant ein Drittel seiner rund 300 Stellen zu streichen. Die zuletzt in der Öffentlichkeit weniger beachtete virtuelle Welt soll strategisch neu positioniert werden. Ziel von Linden Lab ist es, Second Life in soziale Netzwerke zu integrieren und als mobile Anwendung anzubieten. Dadurch soll sich die Attraktivität für die Nutzer erhöhen. 

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Zuletzt war es still geworden: Seit der Gründung von Second LIfe im Jahr 2003 haben sich nach Angaben des Betreibers die beachtliche Zahl von rund eine Milliarde Menschen angemeldet. (Foto: Screenshot)
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Es scheint nicht so gut zu laufen für Second Liefe, der virtuellen Welt, von der im Jahr 2006 noch jeder gesprochen hat. Die Produkt- und Entwicklungsabteilungen sollen zusammengelegt werden. Insgesamt sollen rund 30 Prozent der insgesamt 300 Stellen gestrichen werden. 

Ziel: Profitabilität

Nach einer zwei-jährigen Investitionsphase in die Verlässlichkeit und die Nutzererfahrung, solle Second Life nun durch die Restrukturierung einfacher und relevanter werden, mehr Spaß machen, schreibt Mark Kingdon, CEO von Linden Lab in einer Mitteilung. Mit diesem Konzept sollen neue Anwender gewonnen werden. Hintergrund ist natürlich vor allem die Steigerung der Profitabilität. 

Langzeitziel sei es, Second Life als Browser-basiertes Spiel anzubieten, für das nicht mehr wie bislang Software heruntergeladen und installiert werden muss. Außerdem plant Linden Lab, die virtuelle Welt in beliebte soziale Netzwerke zu integrieren. "Wir wollen Second Life leichter zugänglich und relevanter machen für ein größeres Publikum", sagt Kingdon. Damit könnte er allerdings womöglich etwas spät dran sein. In sozialen Netzwerken haben sich bereits Spiele wie Farmville und andere etabliert. 

Eine Milliarde Dollar Umsatz

Nach eigenen Angaben ist Second Life die weltweit führende virtuelle 3D-Welt. Zur Blütezeit gab es sogar eine virtuelle Ausgabe der Bildzeitung, "AvaStar" genannt. Nach eigenen Angaben hat Second Life seit seiner Gründung im Jahr 2003 mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz gemacht. Ebenso viele Nutzer hätten sich seitdem angemeldet.

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