Datenskandal bei At&T

Apple: E-Mail-Adressen von über 100.000 iPad-Kunden geklaut (Update: FBI ermittelt)

Durch eine Sicherheitslücke bei dem amerikanischen Mobilfunk-Anbieter und iPad-Partner AT&T sind die E-Mail-Adressen von über 100.000 iPad-Kunden an die Öffentlichkeit gelangt. Brisant: Unter den E-Mail-Adressen finden sich viele bekannte Namen aus Wirtschaft, Militär und Politik.

ipad
Über zwei Millionen verkaufte iPads  in zwei Monaten: Deren Besitzer sind möglicherweise Opfer eines Datenskandals. 

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mehr als 114.000 Betroffene
  2. 2Daten angeblich weitergegeben
  3. 3Update vom 11. Juni 2010: FBI ermittelt nach Datenleck
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Wegen des Datenlecks bei AT&T muss nun jeder amerikanische iPad-Kunde Hackerangriffe und Spam-Attacken auf sein E-Mail-Konto befürchten. Auf der Liste, die dem Blog Gawker vorliegt, befinden sich die Namen von mehr als 100.000 so genannter Early Adopters, Menschen, die das Geld haben sich die neusten technischen Trends als Erstes zu leisten. Darunter sind tausende Mitarbeiter aus Wirtschaft, Politik und Medien. So sei der Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, ebenso dabei wie der Personalchef des Weißen Hauses, Rahm Emanuel.

Mehr als 114.000 Betroffene

Das amerikanische Blog Gawker hat die Liste von der Hackergruppe erhalten, die das Sicherheitsleck bei AT&T entdeckt hat. Betroffen sind demnach 114.000 Nutzerkonten. Allerdings ist nicht klar, ob womöglich sogar alle amerikanischen iPad-Kunden betroffen sind, denn At&T ist bislang Eklusivpartner für das iPad in den USA ist. Kunden müssen dem Netzanbieter ihre E-Mail-Adresse senden, um den UMTS-Empfang ihrer iPads zu aktivieren. Seit dem Verkaufsstart des iPads Anfang April hat Apple bereits mehr als zwei Millionen Geräte verkauft

Zu den Informationen, die an die Öffentlichkeit gelangten, gehören neben der E-Mail-Adressen auch die Identifikationsnummern von At&T-Kunden. Inzwischen hat der Netzanbieter das Sicherheitsleck abgesichert. 

Daten angeblich weitergegeben

Die Gruppe von Hackern nennt sich selbst Goatse Security. Sie haben bereits Datenlecks bei Firefox, Safari und Amazon aufgedeckt. Die Hacker haben ihre Daten über fiktive und konstruierte ID-Nummern erhalten, die aus der Seriennummer der iPads abgeleitet wurden. Gawker zu Folge hat ein Mitglied der Gruppe die Daten an Dritte weitergegeben, bevor AT&T das Sicherheitsleck geschlossen habe. Zudem haben die Hacker AT&T selbst über die Datenpanne informiert.  

Dem widerspricht AT&T in einer Mitteilung. Nicht die Hacker hätten den Netzanbieter informiert, sondern ein Unternehmenskunde. Inzwischen hat sich AT&T entschuldigt, berichtet Gawker. Angeblich sei die einzige Information, die Hacker mit der ICC-Nummer erhalten die E-Mail-Adresse. Die New York Times hat ihren Mitarbeitern geraten, ihr 3G-Netzwerk auf dem iPad bis auf Weiteres abzuschalten, während die Entwickler und Sicherheitsangestellten der Zeitung die Angelegenheit untersuchen. Seit dem 28. Mai ist das iPad auch in Deutschland erhältlich. Diese Läden verkaufen es.

Update vom 11. Juni 2010: FBI ermittelt nach Datenleck

Das FBI hat Ermittlungen nach der Datenpanne bei At&T aufgenommen. Nach Angaben der New York Times untersucht die US-Kriminalpolizei die Sicherheitslücke auf der Webseite von At&T, die es Hackern ermöglichte, an die E-Mail-Adressen von 114.000 iPad-Kunden zu gelangen. Ziel sei es, die Ursache beziehungsweise den Verantwortlichen für die Cyber-Bedrohung ausfindig zu machen.  

Unter den Opfern waren zahlreiche Größen auf Wirtschaft, Politik, Medien und Militär. At&T versicherte, dass außer den E-Mail-Adressen keine weiteren Informationen abgerufen werden konnten und das Datenleck inzwischen behoben sei. Apple hat sich bislang nicht zu dem Datenskandal geäußert.

Weitere Informationen

Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Apple iPad. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Apple iPad. Zusätzlich haben wir zu diesem Thema folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Browser & Mailer und Tablet-PC.

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