Beta-Version für Android-Handys

Google Maps Navigation: Kostenlose Navi-Software jetzt auch in Deutschland

Kostenlos von A nach B: Google stellt seine Gratis-Navigationslösung jetzt auch deutschen Nutzern zur Verfügung. Voraussetzung ist aber ein funktionstüchtiges Android-Handy. Nachteil von Google Maps Navigation: Der Dienst läuft übers Internet.

Vektorbasierte Kartenansicht von Google Maps Navigation: Der Dienst ist jetzt gratis auch in Deutschland verfügbar. Bild: Zollondz
Vektorbasierte Kartenansicht von Google Maps Navigation: Der Dienst ist jetzt auch in Deutschland gratis verfügbar. Bild: netzwelt

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ortssuche per Sprache
  2. 2Verschiedene Ansichtsfunktionen
  3. 3Straßenansicht nicht in Deutschland

Nokia und Navigon bekommen Konkurrenz im Markt kostenloser Navigationslösungen. Der Suchmaschinenanbieter Google hat seinen Gratis-Dienst Google Maps Navigation jetzt auch in Deutschland und in neun weiteren Ländern zum Download freigegeben, darunter die Schweiz, Österreich, Niederlande, Frankreich, Italien und Spanien. Voraussetzung zur Nutzung des Service ist aber ein Smartphone mit Android-Betriebssystem ab Version 1.6.

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Wie bei dem Kartendienst Maps muss der Anwender die genaue Adresse des Zielortes nicht kennen, über die Google-Suche wird eine Liste mit möglichen Zielen bereitgestellt. Bereits markierte Einträge lassen sich wie bei vielen GPS-Satelliten-Navigationslösungen direkt per Knopfdruck öffnen. Allerdings ermöglicht Google Maps Navigation auch die Ansteuerung von Kontakten aus dem Adressbuch.

Ortssuche per Sprache

Auf dem im Vergleich zu reinen Navigationsgeräten kleinen Handy-Tastaturen ist es bisweilen schwierig, Fahrtziele einzugeben. Google hat deshalb die Funktion "Voice by search" integriert. Für Autofahrer ist diese Stimmerkennung eine erhebliche Erleichterung. Google Maps Navigation unterscheidet sich in diesem Punkt auch von vielen anderen kostenlosen Navigationslösungen wie etwa Nokias Anwendung Ovi Maps.  

Auch die Suche nach Geschäften oder Lokalen ist per Spracheingabe möglich, selbst während der Navigation. Die entsprechenden Ziele können einfach in die aktuelle Route eingebunden werden. Allerdings ist dafür ein Knopfdruck auf das gewünschte Suchergebnis notwendig. Eine sprachgeführte Auswahlfunktion hält die Software nicht parat.

Verschiedene Ansichtsfunktionen

Die Standard-Kartenansicht basiert nach Angaben von Google auf hochaufgelösten Vektorgrafiken. Per Knopfdruck auf ein Kompasssymbol kann diese bei Bedarf auf nördliche Ansicht geändert werden. Wer seine Route lieber aus der Vogelperspektive verfolgt, schaltet auf Satellitenperspektive um. 

Wie üblich bei Navigationsgeräten und -anwendungen, bietet Google Maps Navigation auch eine Verkehrsansicht, die über ein Symbol am unteren Menürand abrufbar ist. Ampelleuchten in den Farben grün, gelb und rot signalisieren dort etwaige Verkehrsbehinderungen. Per Knopfdruck auf das Symbol wird die Verkehrslage auf den nächsten Kilometern der Route dargestellt. 

Straßenansicht nicht in Deutschland

Die Navigationslösung bietet in einigen Ländern wie den USA und der Schweiz auch eine Straßenansicht. Google hat hierfür seinen Straßenkartografie-Dienst Google Street View integriert. Die Ansicht lässt sich manuell auswählen, automatisch wird die Route mit Straßenbildern dargestellt, sobald sich der Anwender seinem Ziel nähert. 

Google Maps Navigation holt seine Kartendaten über das Internet, was bei schlechter Netzverfügbarkeit und längeren Routen in der Praxis zu Problemen führen könnte. Für einen kurzen, 20-minütigen Trip wird etwa ein 200 Kilobyte großes Datenpaket heruntergeladen, heißt es bei Google. Das ist nicht viel, die Aktualisierung übers Internet dürfte auf Kurzstrecken deshalb weniger negativ ins Gewicht fallen.

Eine Navigation für Radfahrer oder Fußgänger enthält die Software nicht. Google stellt aber eine entsprechende Funktion in Aussicht. Möglich ist auch, dass Google Maps Navigation künftig auch für weitere Handys erhältlich sein wird. Google befindet sich nach eigenen Angaben in Gesprächen mit anderen Anbietern.

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