Apps die den Unmut von Apple auf sich zogen
Schwarze Liste: Die verbotenen iPhone-Programme
Nachdem Adam und Eva die Früchte vom Baum der Erkenntnis gekostet hatten, wurden sie aus dem Garten Eden verbannt - diese Geschichte ist der bekannteste Sündenfall der Menschheit. Ganz ähnlich ergeht es heute manchem Entwickler, der Programme für iPhone oder iPad schreibt: Erst entwickelt er oder sie mit großer Mühe eine neue Anwendung, die dann aber nicht im AppStore zugelassen wird. Besonders unschön ist es, wenn der Ausschluss erst nach kurzzeitiger Zulassung erfolgt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Regeln für den Verkauf im AppStore
- 2NetShare: iPhone als Wireless-Router
- 3Browser-Probleme: Opera & Mozilla
- 4Google Voice nicht gestattet
- 5Navigation über teure iPhone-Apps
- 6Politische und satirische Inhalte
- 7Immer wieder diese Erotik
- 8Fazit
Schon einige mittlere und große Unternehmen haben die strikte Haltung des IT-Konzerns Apple am eigenen Leib erlebt, auch Firmen aus Deutschland gehören dazu. Natürlich sind in der Branche die klaren Regeln für eine Aufnahme eines neuen Programms in den AppStore bekannt, aber eine breite Nutzerschicht kritisiert Apple deshalb. Gelegentlich werden die Regeln auch ohne vorherige Ankündigung angepasst. Netzwelt zeigt die verbotenen Programme der AppStore-Geschichte.
Regeln für den Verkauf im AppStore
Zunächst ist interessant, welche Inhalte denn von Apple grundsätzlich abgelehnt werden: Dazu gehören zunächst einmal alle Apps, die in beliebiger Weise erotische Inhalte aufbereiten. Im Februar 2010 wurden tausende Einträge aus dem AppStore in einer großen Säuberungsaktion entfernt. Entwickler sollten also selbst einfachste erotische Bilder vermeiden und auch sprachlich Zurückhaltung üben.
Die zweite große Gruppe verbotener Software ist eher technischer Natur: Apple entfernt alle Programme, für die es bereits ein Pendant im AppStore gibt - oder die gar Funktionen des iPhone OS nachbaut. Nicht erlaubt sind auch solche Anwendungen, die möglicherweise der Funktionsfähigkeit des iPhone oder iPad irgendwie schaden könnten.
NetShare: iPhone als Wireless-Router
Das erste größere Aufsehen um ein verbotene Programm im AppStore gab es im August 2008, als NetShare mehrfach zugelassen und dann wieder aus dem AppStore entfernt wurde. Mit der App war es möglich, das iPhone in einen Wireless-LAN-Hotspot zu verwandelt: Es stellte die Mobilfunk-Internetverbindung über den integrierten WLAN-Chip anderen Geräten zur Verfügung. Dies war die einzige Möglichkeit im Jahr 2008, das iPhone überhaupt als Modem zu verwenden.
Verbotene iPhone Apps
Erotische Inhalte sind im AppStore offensichtlich nur dann erlaubt, wenn es sich um den Playboy handelt.
NetShare machte das iPhone zum Router - verbrauchte aber auch sehr viel Akku-Energie.
Der alternative Browser Opera Mini verwendet im Hintergrund viele Safari-Funktionen.
Um Navigon Select entbrannte eine Kontroverse, als die D-A-CH-Edition entfernt wurde.
Auch Pulitzer-Preisträger kommen in die Schusslinie: Hier die satirische App NewsToons.
Die Stern-App war im letzten Jahr kurzzeitig wegen "erotischer" Inhalte verschwunden.
Mozilla geht nicht den Weg von Opera - Firefox Home wird ganz anders gestaltet sein.
Google hat für den Voice-Telefondienst einfach eine Weboberfläche entwickelt.
Problematisch dabei hat sich die gute Beziehung von Apple zu den Netzbetreibern erwiesen, an deren Umsatz mit den iPhones der Konzern mitverdient: AT&T, T-Mobile & Co möchten natürlich nicht, dass die Flatrates der iPhone-Tarife ohne Zusatzkosten auch für Notebook und PC genutzt werden können. Gleichzeitig bemängelte Apple, NetShare würde den Akku zu stark belasten. Die Software ist bis heute aus dem AppStore verschwunden, es wurde keine Alternative zugelassen.
Seit iPhone OS 3.0 ist es aber möglich, über die Tethering-Option das Gerät als Modem zu nutzen - wofür die Netzbetreiber, auch T-Mobile, aber eine kostenpflichtige Option voraussetzen.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Apple iPad. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Apple iPad. Zusätzlich haben wir zu diesem Thema folgende redaktionelle Übersichten erstellt: iOS App, Apple iPhone, App und Apple iOS.

gibt es, nennt sich cydia ! Dafür musst du das iPhone allerdings "jailbreaken".
warum gibts keinen Store wo es die zensierten Programme gibt