Mac und PC als Fernseher nutzen
PCTV Picostick Ultimate im Test: Kleiner USB-Stick zum DVB-T-Empfang
Dieser kleine USB-Stick bringt die große Welt des Fernsehens auf Laptops, Netbooks und Desktop-Computer. Nach Angaben des Herstellers PCTV Systems, der früheren TV-Kartensparte von Pinnacle, handelt es sich bei dem Picostick Ultimate sogar um den kleinsten DVB-T-Tuner der Welt. Dem Gerät liegen Abspielprogramme für Windows und Mac OS X bei.

Inhaltsverzeichnis
- 1Niedrige Hardwareanforderungen und Probleme bei der Software-Aktivierung
- 2Umfangreiche Windows-Software und Magerkost für den Mac
- 3Software für PC und Mac
- 4Fazit: Gut, aber teuer
Niedrige Hardwareanforderungen und Probleme bei der Software-Aktivierung
Die Systemanforderungen des PCTV Picostick Ultimate fallen so gering aus, dass die meisten aktuellen Netbooks sie erfüllen. Der Prozessor sollte eine Taktrate von mindestens 1,5 Gigahertz aufweisen und der Arbeitsspeicher mindestens 512 Megabyte groß sein. Grafik- und Soundcontroller müssen DirectX 9 unterstützen und auf der Festplatte sollte noch mindestens ein Gigabyte Platz frei sein.
Treiber und Software für Windows 7, Vista und XP sowie Mac OS X liegen dem DVB-T-Stick auf CD-Rom bei. Besitzer eines Netbooks ohne Laufwerk können die Programme aber auch von der Homepage des Herstellers herunterladen. Ein optisches Laufwerk ist also nicht zwangsläufig nötig.
Der netzwelt-Testrechner mit Windows 7 erkannte den Picostick Ultimate automatisch und wählte selbstständig den passenden Treiber aus. Die Installation des mitgelieferten Programms "TVCenter" klappte ohne Probleme. Gleiches gilt für die Mac-Software EyeTV Lite von Elgato, die der Nutzer nur von der CD in den Programm-Ordner kopieren muss. Im Test gestaltete sich die Aktivierung der Software allerdings unnötig aufwendig: Die Version von der CD-Rom akzeptierte die Seriennummer von der CD-Hülle nicht - eine aus dem Internet heruntergeladene Installationsdatei ließ sich dagegen ohne Probleme aktivieren.
Umfangreiche Windows-Software und Magerkost für den Mac
Die Programme auf beiden Betriebssystemen fordern den Anwender nach dem ersten Start zu einem Sendersuchlauf auf, um die mit dem Picostick Ultimate empfangbaren Programme zu ermitteln. Sowohl unter Windows als auch unter Mac OS X findet die Software mit Hilfe des USB-Sticks 31 Sender, zuzüglich der doppelt angezeigten Landesprogramme des NDR sogar 38 Sender.
PCTV Picostick Ultimate im Test
Fertig zum Fernsehempfang. Sollte der Metallbügel stören lässt er sich auch komplett entfernen.
Zum Zubehör gehören neben dem DVB-T-Stick eine Antenne mit Magnetfuß, ein USB-Verlängerungskabel sowie ein Adapter - CD-Roms und Kurzanleitungen sind nicht im Bild.
Das TVCenter von PCTV überzeugt mit einem großen Funktionsumfang und einer aufgeräumten Oberfläche auf der sich Navigationselemente und Schaltfläche einblenden, wenn sich der Mauszeiger über bestimmte Bereiche bewegt. Der Nutzer kann sich unter anderem den Videotext anzeigen lassen und - sofern die Sender es anbieten - Untertitel und die Tonspur auswählen.
Mit einem Mausklick startet der Anwender eine Direktaufnahme, zusätzlich kann er Sender, Datum und Zeit für einen Mitschnitt festlegen. Mit einem Mausklick lässt sich eine Sendung erst zur Aufnahmeliste hinzufügen, wenn der im Lieferumfang enthaltene "TV Digital OnGuide" ebenfalls installiert ist. Für eine Testzeitraum von 30 Tagen bietet der elektronische Programmführer (EPG) Zugriff auf redaktionelle Inhalte der TV-Zeitschrift. Nach Ablauf der Probezeit wird für sie eine Gebühr fällig. Immer kostenlos zeigt das Programm die freien EPG-Inhalte an, die die Sender übermitteln - allerdings für maximal drei Tage im Vorraus.
Deutlich weniger Funktionen bietet dagegen die Mac-Software EyeTV Lite von Elgato. Das abgespeckte Programm zeigt das Fernsehbild inklusive Untertitel an und nimmt Sendungen manuell oder nach Auswahl im EPG auf. Weitere Funktionen wie die Bearbeitung und das Brennen der Aufnahmen, eine Bild-in-Bild-Darstellung oder die Verwaltung von Sendern und Mitschnitten sind der 40 Euro teuren Vollversion vorbehalten.
Neben dem Fernsehbild erscheint ein Bedienfeld zum Regulieren der Lautstärke, Auswählen des Senders und zum Starten einer manuellen Aufnahme. Zusätzlich verfügt EyeTV Lite über ein Bildschirmmenü, dass sich vor allem für die Steuerung mit der Apple-Fernbedienung Remote anbietet.

Die Bildqualität erreicht sowohl unter Windows als auch auf dem Mac das übliche DVB-T-Niveau. Bei einem starken Fernsehsignal eignet sich das Bild sogar für die Vollbildansicht auf 21 Zoll großen Bildschirmen mit einer Auflösung von 1.600 x 900 Pixeln - und das obwohl per DVB-T nur ein Bild mit einer Höhe von 576 Zeilen ausgestrahlt wird.
Software für PC und Mac
Neben zwei CDs mit der Software für Mac OS X und Windows legt PCTV dem Picostick Ultimate auch eine Antenne mit Magnetfuß und ein USB-Verlängerungskabel bei. Mit dem Adapter schließt der Nutzer auch herkömmliche Fernsehantennen an dem USB-Stick an. Eine Fernbedienung befindet sich nicht Lieferumfang, Geräte anderer Hersteller können aber unter Umständen verwendet werden.
Fazit: Gut, aber teuer
Der PCTV Picostick Ultimate verwandelt Computer ohne großen Aufwand in einen Fernseher. Die Bedienung der Software geht angenehm einfach von der Hand und die Bildqualität ist bei einem guten DVB-T-Signal völlig ausreichend. Beim Funktionsumfang der mitgelieferten Programme haben Mac-Nutzer gegenüber Besitzern von Windows-PCs das Nachsehen - die Lite-Version von EyeTV bietet nur wenige Basisfunktionen.
Für die kompakte Bauform und die Software für zwei Betriebssysteme verlangen Online-Händler derzeit einen hohen Preis von rund 70 Euro. Für Windows-Nutzer hat PCTV günstigere Sticks im Angebot und Mac-Besitzer kommen mit dem Tubestick von Equinux für 40 Euro günstiger davon.

Hallo liebe Tester, hab auch das Problem, dass sich der Aktivierungscode nicht mit der Software verträgt. Leider finde ich jetzt ad hoc die besagte Installationsdatei nicht, könnt ihr mir da...