Deutsche Verlage fordern Beteiligung an den Werbeeinahmen von Facebook

Facebook: Verlage wollen beteiligt werden

Facebook: Verlage wollen beteiligt werden Nachdem der Suchmaschinengigant Google in das Visier der Verlage geraten war, fordern deutsche Printverlage nun auch eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen von Facebook. Derzeit überhäufen sie das soziale Netzwerk mit Inhalten aus ihren Onlineangeboten.

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"Facebook wird für die Verlage in den kommenden zwei Jahren eine ähnliche Bedeutung erlangen wie Google", sagte Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer für Digitale Medien beim Verlegerverband VDZ der Financial Times Deutschland. Der Verband prognostizierte in einer Studie, dass bis 2012 etwa zehn Prozent der Werbeerlöse im Printgeschäft zu Facebook abwandern werden.

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Der Studie zufolge sollen rund zwei Drittel der Onlineangebote der Printmedien bei Facebook vertreten sein. Fünf Prozent der Seitenzugriffe auf verlagseigene Webseiten sollen über das soziale Netzwerk generiert werden. Mit der Integration in Facebook hoffen viele Verleger, weitere Nutzer auf ihre Angebote zu locken und so die Werbevermarktung anzukurbeln. "Wir wollen die Geschäftsbeziehung so gestalten, dass wir nicht nur Inhalte liefern, während andere sie monetarisieren", erklärte von Reibnitz.

Personalisierte Werbung durch Facebook

Mit knapp 500 Millionen Nutzern ist Facebook das weltweit größte soziale Netzwerk, deshalb führe für Verleger kein Weg an der Webseite vorbei. Der Verband möchte für die Bereitstellung der Inhalte an den daraus für Facebook entstehenden Werbeeinnahmen beteiligt werden. Das soziale Netzwerk liefert Werbung anhand der Nutzerdaten zielgerichtet aus. Funktionen wie Facebook-Connect unterstützen die personalisierte Werbung noch.

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Außerdem fordern die Verleger, dass das soziale Netzwerk Nutzerdaten preisgibt, um die eigene Leserschaft besser mit Werbung versorgen zu können. Um den Datenschutz zu wahren, dürfte Facebook auf diese Forderung allerdings nicht eingehen. Die Daten für personalisierte Werbung werden derzeit anonym erhoben und dann vermarktet.

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